Corporate Incubation

Telekommunikation, Mobilität, Banken. In immer mehr Branchen bekommen etablierte Unternehmen die Folgen der digitalen Transformation zu spüren. Junge Unternehmen mit großen Ideen und schmalen Strukturen erobern Marktanteile und lassen die Margen schrumpfen. Und die Großen müssen sich etwas einfallen lassen.

Viele Unternehmen haben bereits reagiert. Es geht vor allem darum, die konzerntypisch starren und langwierigen Innovationsprozesse zu durchbrechen. Dabei haben sich zwei verschiedene Corporate Incubation-Ansätze herauskristallisiert: unternehmenseigene Inkubatoren und externe Inkubationsprogramme. Beide Ansätze können je nach Situation, Zielsetzung und Budget eines Unternehmens zum Erfolg führen.

Als Königsweg gilt bei vielen Unternehmen der Aufbau eigener Inkubatoren: spezielle Gründerzentren, in denen zuvor ausgewählte Unternehmer Geschäftsideen ausarbeiten. Dafür steigt der Konzern häufig selbst finanziell mit ein. Beispiele sind der hub:raum der deutschen Telekom oder der main incubator der Commerzbank. Letztlich sollen beidseitig Wissen ausgetauscht, vielversprechende neue Geschäftsfelder erschlossen und ggf. mit erfolgreichen Exits Renditegewinne erzielt werden. Nicht zuletzt präsentieren sich die Unternehmen mit eigenen Inkubatoren als besonders innovativ und zukunftsfähig.

Doch auch externe Inkubationsprogramme bieten eine erfolgsversprechende Perspektive. Die Idee ist, dass Unternehmen eigene Mitarbeiter oder speziell ausgewählte Gründer zur Ausarbeitung vielversprechender Produkt- oder Geschäftsideen in etablierte lokale Inkubatoren entsenden. Das Unternehmen steht hier ebenfalls mit Expertise und Kapital bereit. Genauso kann es auch hier für erfolgreiche Ideen die Möglichkeit geben, die Vertriebskanäle des Unternehmens zu nutzen. Der etablierte Inkubator bietet den Corporate Startups ein funktionierendes Ökosystem. Die Gründer können von der Dynamik und Heterogenität der anwesenden Unternehmen profitieren.

Egal ob im eigenen oder in einem externen Inkubator: nicht jede vielversprechende Idee wird gleich zum neuen Geschäftsfeld. Selbst bei sorgfältiger Auswahl und starker Förderung schafft nur ein Bruchteil der Projekte den Durchbruch. Neben einem passenden Corporate Incubation-Ansatz benötigen Unternehmen deshalb noch einiges mehr, um zum Erfolg zu kommen. Dazu gehören viel Geduld und Vertrauen in die Gründer und die Bereitstellung der nötigen Freiheiten, um auch außerhalb der Restriktionen des Unternehmens denken und handeln zu können. Dann ist erfolgreiche Innovation möglich, mit der Unternehmen ihren digitalen Herausforderern langfristig etwas entgegenstellen können.


Seit März dürfen wir monatlich Vertreter verschiedener Unternehmen als Referenten zum Thema Corporate Incubation begrüßen.  Alle Infos zu unserer Eventreihe Corporate Incubation finden Sie hier.

Wir freuen uns sehr über die Unterstützung unseres Advisory Boards. Alle Infos zu den Mitgliedern finden Sie hier.


Am 19. März 2015 fand das Kick-Off-Event zu unserer Eventreihe zum Thema Corporate Incubation statt. Alle Informationen zum Vortrag von Herrn Prof. Baltes finden Sie hier.

STARTPLATZ Wiki