Recap zu „Best Practice Digitalisierung“ in Düsseldorf

9. Juni 2017, 12:14 :: Allgemein

Autor: Anna-Luisa Schoel

Am 7. Juni fand unsere vierte Ausgabe des Konferenzformats „Best Practice Digitalisierung“ zum ersten Mal im STARTPLATZ Düsseldorf statt, mit der zentralen Frage: „Wie lassen sich die Herausforderungen der digitalen Transformation meistern?“

Nachdem die gemischte Runde bestehend aus Unternehmens- sowie Startup-Vertretern durch unsere Hashtag-Vorstellungsrunde aufgelockert wurde, eröffnete Daniel Bartel von Mak3it die Veranstaltung mit seinem Vortrag über die Mak3it Innovation Kickbox, das “skalierbare Intrapeneurship Programm”. Daniel Bartel ist der Meinung, dass jeder seine Zeit, sein Geld und seine Leidenschaft in Ideen stecken sollte, für die man brennt und die am Markt funktionieren. Die Innovation Kickbox ermöglicht es Mitarbeitern mit verschiedenen Hilfsmitteln einfach mit ihren Ideen zu starten. Dieser Prozess beginnt mit der Frage: Gibt es ein Problem, das ich mit meiner Idee lösen kann? Ob die Idee dann gut oder schlecht ist, bestimmt am Ende die Nachfrage im Markt. Außerdem gab Daniel Bartel bekannt, dass es in Zukunft eine unternehmensübergreifende STARTPLATZ Innovation Kickbox geben wird, die voraussichtlich am 18. September 2017 erscheinen wird.

Weiter ging es mit Anna Abelein von Protostart und ihrer These „Erfolgreiche Kollaboration macht Digitalisierung zum Selbstläufer”. Für Anna Abelein ist das Erfolgsgeheimnis für die Digitalisierung von Unternehmen konstruktiv als Team zusammenzuarbeiten. Dazu bietet sie Design Thinking Workshops an, die auf der individuellen Ebene jeden einzelnen Mitarbeiter darauf vorbereitet, wie sie oder er im Team funktioniert, um so ein Team zu bilden, welches perfekt harmoniert. Für sie ist es wichtig, dass die Intelligenz aller Mitarbeiter ausgeschöpft und gefördert wird.

Als nächstes führte Ralf Blum von der MANiLAB GmbH die Konferenz damit fort, wie mit Tools Silodenken überwindet werden kann. Für Ralf Blum ist das Problem beim Thema digitale Transformation, dass Mitarbeiter mit einer großen Idee ohne Unterstützung im Unternehmen keine Chance haben, diese zu verwirklichen. Daher entwickelte er Tools im agilen Projektmanagement, die helfen diese Ideen umzusetzen. Ralf Blum sagt, dass die Nutzung der kollektiven Intelligenz und die Wichtigkeit jedes Mitarbeiter einen großen Beitrag zum Transformationsprozess beiträgt. Das Ziel seiner Tools ist es also den Umsetzungsstau an vorhandenen Ideen zu reduzieren und Kopfmonopole aufzubrechen. Diese Veränderung sei zwar harte Arbeit, jedoch kann das Management grundlegend entlastet werden, wenn Strukturen einmal aufgebrochen wurden.

 

“In the new world, it is not the big fish which eats the small fish. It is the fast fish which eats the slow fish” – Klaus Schwab

Zum Thema Prototyping ging es weiter mit Robert Jänisch vom IOX Lab, sprich Transformation durch Technologie und Geschwindigkeit. Hierbei konzentriert sich sein Team meistens nicht darauf etwas komplett neues zu entwickelt, sondern alltägliche Gegenstände zu verbessern (“Enchanted Objects”). So hat er für eine Kampagne ein Poster entwickelt, welches zunächst einmal “leer” erschien und seinen Inhalt durch Bewegungen von zum Beispiel vorbeilaufenden Menschen zeigte. So wurde aus einem reinen Kommunikationstool ein Interaktionstool. Anschließend führte Robert Jänisch die Teilnehmer noch in sein Lab und zeigte ihnen verschiedene Spielereien.

Hamidreza Hosseini von ECODYNAMICS zeigte im nächsten Vortrag, warum Plattformen so erfolgreich sind und was die heutige Plattformökonomie eigentlich ausmacht. Mittlerweile befindet sich die Plattformökonomie bereits in der dritten Generation. “Platforms always (b)eat products”, denn bei einem Produkt müssen Firmen immer wieder die Product Lyfe-Cycle Stages durchgehen oder Unique-Selling Points neu definieren. Plattformen hingegen, orientieren sich direkt am Markt und am Kunden. Um eine Industrie mit einer Plattform erfolgreich anzugreifen, braucht es laut Hamidreza Hosseini zwei bis drei komplementäre Allianzen.

Im nächsten Vortrag gab Julia Doll, Head of Intelligence and Corporation, den Teilnehmern ein erfolgreiches Beispiel einer Zusammenarbeit zwischen Vodafone und dem Startup ICE-Gateway aus Berlin. Zusammen wurden intelligente und digital vernetzte Laternen entwickeln, welche eine Stadt „smarter“ machen sollen. Diese können zum Beispiel auf einem Parkplatz eingesetzt werden, um zu tracken inwieweit der Parkplatz ausgelastet ist oder zu welchen Zeiten wie viele Parkplätze benötigt werden. Vodafone scouted im Bereich Enterprise und IOT regelmäßig neue Startups.

 

“Die wirklichen Innovatoren sind die, die Digitalisierung leben”

Mit hack.institute bieten Jan Kus und sein Team alles, was mit Hackathons und Innovation Camps zu tun hat. Hierbei geht es primär darum, Innovations- und Wissensaustausch zu fördern. Imagewandel, Recruiting und neue Geschäftsmodelle seien dabei maximale Randeffekte. Was für Jan Kus also ein großes No-Go ist, sind Unternehmen die Innovation mit dem Ziel des Imagewandels einsetzten. Er setzt sich dafür ein, dass im Unternehmen Synergien mit anderen Abteilungen und Partnern entstehen, die eine offene und ehrliche Kommunikation untereinander pflegen. Da dies für viele Unternehmen noch nicht realisierbar sei, entwickelte Jan Kus auch eine anonyme Meetup Reihe, in der man sich ganz offen über Probleme austauschen kann.

Den krönenden Abschluss bereitete uns André Panné von TRADUM mit seinem Vortrag über die digitale Standortbestimmung von Unternehmen. Jedes Unternehmen ist sich der Notwendigkeit etwas zu tun und zu verändern, bewusst, jedoch wissen laut André Panné die wenigsten wo ihr Unternehmen eigentlich gerade, oder in den nächsten zwei Jahren steht. Für TRADUM bedeutet digitale Transformation anfangen umzudenken, anders zu arbeiten, nicht mehr in Silos zu denken, Hierarchien zu verringern und den Menschen mehr zu vertrauen. Für ihn ist Transformation in erster Linie eher eine evolutionäre, als eine technische Frage. Mit der digitalen Standortbestimmung hat TRADUM sich als Ziel gesetzt messbar einzufangen, inwieweit Unternehmen schon transformiert sind. Mit den Workshops von TRADUM erhält das Unternehmen eine priorisierte Liste mit Aktivitäten und Projekten.

“Dann sind wir vielleicht vorbereitet auf ‘The Next Big Thing’, was auch immer das sein mag”.

Schließlich bedanken wir uns herzlich bei allen Teilnehmern und Referenten für einen tollen Tag.

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