ECRR Konzept - STARTPLATZ

ECRR Konzept

Am Standort Hürth soll mit dem Entrepreneurship Center Rheinisches Revier (ECRR) eine Innovationsplattform mit internationalem Inkubator, Mittelstandszentrum und Makerspace entstehen. Das ECRR wird ein bestehendes Bürogebäude von 6.000qm Größe beziehen.

Das ECRR basiert auf fünf Säulen:

1. International ausgerichteter Inkubator und Accelerator

Durch ein ausreichend dimensioniertes und international ausgerichtetes Inkubations- und Accelerator-Programm wird sehr schnell sehr viel zusätzliche Innovationskraft durch internationale Startups und insbesondere Scaleups ins Rheinische Revier geholt. Pro Jahr sollen bis zu insgesamt 100 Startups gewonnen werden. Chemie, Energie, Industrie 4.0, Gesundheit und Mobilität werden dabei jeweils thematische Schwerpunkte sein.

2. Einbezug von Mittelstand und Unternehmen

Eine weitere wichtige Säule beim Aufbau und Betrieb des Entrepreneurship Center Rheinisches Revier ist der Einbezug von Industrie und Mittelstand. Unternehmen aus der Region sollen in besonderem Maß zur Interaktion und zum Austausch gewonnen werden, damit entstehende Innovationen für den Erhalt und die Transformation bestehender Industrie-Arbeitsplätze nützlich werden.

3. Aufbau eines Tech-Ökosystems

Software-Entwicklung ist der gemeinsame Hintergrund aller Bemühungen zur Digitalisierung. Daher wird das Entrepreneurship Center Rheinisches Revier vielfältige Aktivitäten entwickeln, um ein Tech-Ökosystem um sich herum entstehen zu lassen. Junge Unternehmen, die sich auf Künstliche Intelligenz, Data Science und Machine Learning verstehen, sollen angezogen werden und mit etablierten Playern ein offenes Netzwerk bilden, das die besten Talente anzieht.

4. Aufbau und Betrieb eines großen Makerspace

Innovationen im Kontext von Industrie 4.0 haben immer auch einen Bezug zu Produkten bzw. Produktionsprozessen. Neben Software ist daher der Zugang zu Werkzeugen und Produktionsmitteln notwendig. Ein ausreichend großer Makerspace verbindet Software- und Hardware-Experten. Außerdem sorgt ein Makerspace für die Anschlussmöglichkeit „normaler“ Mitarbeiter aus Unternehmen wie RWE oder anderen an die Innovationsplattform und bezieht auch Personen ein, die sich in der Ausübung des Handwerks zuhause fühlen. Das Makerspace ist eine ideale Möglichkeit, um diese Personengruppen digital abzuholen. Dadurch werden Innovationsbereiche nicht nur für kapitalstarke Unternehmen erschlossen, sondern auch für kleine und mittlere Unternehmen zugänglich und insbesondere für das regionale Handwerk. Der Makerspace wird der heimischen Industrie und dem regionalen Handwerk den optimalen Rahmen bieten, die Werkzeuge der digitalen Transformation kennenzulernen und anzuwenden.

5. Aufbau und Pflege eines Innovations-Ökosystems

Die Entstehung eines Innovations-Ökosystems wird aktiv befördert. Dienstleister, die innovativen jungen Unternehmen Services anbieten, ermöglichen den Startups fokussierter ihre Kernprodukte voranzutreiben und schneller erfolgreich zu werden. Am Entrepreneurship Center Rheinisches Revier soll ein selbsttragendes Unterstützungssystem entstehen, das offen für alle Interessenten ist und sich nach Qualitätsgesichtspunkten selbst reguliert.

Das ECRR soll folgende Ziele erreichen:

  1. In der Ausbaustufe sollen pro Jahr 50 relevante Tech-Startups entstehen oder sich dort ansiedeln.
  2. Mittelbar sollen durch das ECRR jährlich einige hundert sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze neu entstehen

Status der Bewilligung:

Das Vorhaben ist vom Land NRW, bzw. von der ZRR (Zukunftsagentur Rheinisches Revier) als prioritäres Projekt im Starterpaket Kernrevier benannt worden und hat den sog. “ersten Stern” als Nachweis der Bewilligung in der ersten Runde erhalten. Für die endgültige Bewilligung sind zwei weitere Sterne notwendig. Zur Erlangung des zweiten Sterns ist die Konkretisierung des Vorhabens in Form eines konkreten Projektantrags notwendig.