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7. Oktober 2026, 09:43 :: Allgemein | Community | cozama | KI | Startups
Autor: Gastautor
Ich bin Dr. Martin Rosellen, Gründer der Subcortex GmbH – einem Kölner KI-Unternehmen mit Sitz im Mediapark, gegründet im Februar 2026. Ich entwickle KI-Produkte für Branchen und Vorhaben, die für ein Standardprodukt zu speziell und für ein Großprojekt zu klein sind. Und ich finanziere sie über ein Modell, das für alle Seiten funktioniert: Der Partner bringt Branchenwissen, Kunden und seine Marke mit, ich baue und betreibe das Produkt, die Lizenzeinnahmen teilen mein Partner und ich uns auf.
Drei Beispiele:
Meine Partner sind Unternehmen mit vielen Kunden, intern oder extern: Anbieter von Branchen- und Fachsoftware, Akademien, Verbände, Plattformbetreiber. Sie erleben gerade alle dasselbe. Ihre Kunden fragen nach KI. Es gibt aber keine oder zu wenige Experten dafür, kein Budget für ein Großprojekt und keinen Plan, was möglich ist und wo man anfängt.
Viele dieser Probleme wurden nie gelöst, weil sich Software für eine kleine Nutzergruppe schlicht nicht gerechnet hat. Diese Rechnung hat sich geändert. KI ist für mich kein Selbstzweck, sondern der Akku im Schrauber. Das Werkzeug selbst – saubere Software-Entwicklung, Schnittstellen, Datenmodelle – beherrsche ich seit über zehn Jahren. Mit dem Akku muss niemand mehr ein Kabel verlegen. Alles wird schneller und günstiger. Und plötzlich lohnt es sich, Bretter zu bohren, für die vorher niemand die Kabeltrommel geholt hätte.
Die Akademie Zukunft Handwerk sitzt auf einem Schatz: Fachbücher, Leitfäden, Prüfungswissen, in über drei Jahrzehnten entstanden. Gleichzeitig haben sich Handwerker daran gewöhnt, keine Bücher mehr zu wälzen, sondern vom Computer eine passgenaue Antwort zu bekommen. Beides zusammenzubringen klingt einfach. Ist es nicht.
Fachliteratur sowie alte Scans sind trotz KI eine harte Nuss. Wer sie ungesehen in eine Datenbank kippt, bekommt schlechte Antworten. Genau diese schwierigen Dokumente sind durch OCX schon lange mein Geschäft. Für den Wissensassistenten habe ich die Suchmodelle, welche Textpassagen für die KI auffindbar machen, auf Herz und Nieren geprüft und gegeneinander getestet, statt das erstbeste zu nehmen. Die Akademie hat mir ihr Wissen anvertraut, weil sie jemanden gesucht hat, der sie und ihr Problem versteht.
Zu Vertrauen gehört auch: Alle Daten verarbeite ich ausschließlich in Rechenzentren im Europäischen Wirtschaftsraum, bei Anbietern mit BSI-C5-konformem Hosting, Zero-Data Retention und vertraglich ausgeschlossener Nutzung zum Training.
Mein Weg führt von der Chemie über die Informatik zur Promotion in Computational Biology am University College London und danach in die Forschung am KI-Cluster der TH Köln. Heute bringe ich diese Erfahrung auf zwei Wegen in den deutschen Mittelstand: mit Subcortex als Produktentwickler – und parallel als KI-Berater bei MQ result. Der rote Faden über all die Jahre: Große Datenmengen analysieren, verstehen und verständlich machen – erst Moleküle, heute Bestellungseingänge und Fachbücher. Über zehn Jahre Automatisierungserfahrung stecken in jedem Produkt.
Subcortex ist eine Solo-Gründung. Hinter mir steht ein Netzwerk von Freelancer:innen, die mich vertreten und ergänzen können. Und hinter jedem Produkt steht ein Partner, der die Branche besser kennt als ich. Ich brauche niemanden, der mir sagt, wie die Software aussehen soll. Ich brauche jemanden, der mir zeigt, was ihn stört.
OCX ist seit über zwölf Monaten produktiv im Einsatz. Das Baudokumentationsmodul und der Wissensassistent für das Handwerk sowie ein Prüfungstrainer werden gerade verprobt.
Es gibt viele, die KI-Lösungen anbieten. Ein Teil davon hört auf, wenn der Prototyp komplex wird, kann Industriestandards nicht einhalten, keine technischen Fragen zum eigenen Code beantworten und ihn auch nicht kritisch prüfen – weil das Wissen abseits der KI schlicht fehlt. Eine Demo muss einmal funktionieren. Ein Produkt rund um die Uhr. Und das Vertrauen in den Experten dahinter ebenso.
Was ich gelernt habe: Diesen Unterschied kann ich nicht über eine Website vermitteln. Er wird im persönlichen Gespräch sichtbar – wenn jemand fragt, was passiert, wenn der Beleg schief gescannt ist oder etwas Handschriftliches darauf vermerkt wurde, und eine Antwort bekommt, die auf Erfahrung beruht.
Win-win-win-Situationen schaffen: weitere Produkte bauen, an denen ich, meine Partner und deren Kunden Freude haben. Konkret: den Wissensassistenten, die Baudokumentation und den Prüfungstrainer in die Vermarktung bringen – und OCX bei weiteren Anbietern von Branchensoftware im DACH-Raum platzieren.
Ein risikoarmer und persönlicher Einstieg ist für künftige Kunden oft mehr wert als die beste technische Lösung. Ein Partner, der mit einer kleinen, sauber gebauten Lösung anfängt und es unter eigener Marke an seine Kunden bringt, merkt sehr schnell, wohin die Reise gehen kann. Das ist ein bisschen wie Fahrradfahren: Man kann es erklären, so viel man möchte – lernen tut man es nur, wenn man sich draufsetzt.
Als Solo-Gründer fehlt mir vor allem eines: ein Sparringspartner, der meine Annahmen infrage stellt. Der Open Incubator gibt mir genau das. Das Programm hilft mir, meinen Business-Case zu schärfen – getreu dem Motto „Kill your darlings“.
Vom Netzwerk wünsche ich mir vor allem Kontakte zu Unternehmen mit vielen internen oder externen Kunden – und ganz besonders zu denen, die KI-Lösungen liefern müssen oder wollen.
Wenn Ihre Kunden nach KI-Lösungen fragen und Ihnen genau das durch den Kopf geht: Lassen Sie uns reden – 30 Minuten, kein Pitch, kein Folienstapel. Erzählen Sie mir Ihr Problem.
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