Lean Startup Methode

Die Lean Startup Methode wurde von Eric Ries entwickelt und im September 2008 zum ersten Mal in seinem Blog „Startup Lessons Learned“ erwähnt. Im Jahr 2011 veröffentlichte Eric Ries daraufhin das Buch „The Lean Startup“, welches die Grundlage für Lean Startup bildet. Lean Startup veränderte fundamental die Art der Entwicklung von neuen Produkten und Services. Ziel ist es, mittels dieser Methode zu identifizieren, welche Wünsche und Bedürfnisse die eigene Zielgruppe wirklich hat. Dies geschieht durch ein gezieltes Testen der wichtigsten Hypothesen, die für den Erfolg der Idee elementare Faktoren darstellen. Somit wird durch Lean Startup ermöglicht, schnelle Anpassungen vorzunehmen und neue Richtungen einzuschlagen. Durch validiertes Lernen ist es daher möglich, Entscheidungen anhand von Daten zu treffen, anstatt Vermutungen anzustellen.


Suchbegriff: Lean_Startup

  • Tuesday, 06.12.16, 10:00 - 18:00 Uhr
  • STARTPLATZ, Im Mediapark 5, 50670 Köln
  • Johanna Rosenbusch


Build – Measure – Learn

Das Prinzip, welches hinter der Lean Startup Methode steckt, ist denkbar einfach und gleichzeitig äußerst effizient. Eine Geschäftsidee, ein Produkt oder ein Service wird gestaltet und schnellstmöglich auf den Markt gebracht. Ziel ist es, aus dem Feedback der Innovatoren und Early Adopter, Rückschlüsse für die weitere Produktentwicklung und ggf. Umgestaltung ziehen zu können.

Minimum Viable Product (MVP)

Ein wichtiger Bestandteil des Lean Startup ist das Minimum Viable Product (MVP). Dieses stellt den Prototypen des zukünftigen Produktes dar und verfügt über die wichtigsten Merkmale des endgültigen Produktes, die notwendig sind um ein angemessenes Feedback von den ersten Nutzern zu erhalten. Die ersten Nutzer müssen daher ein Produkt erhalten, an dem sie das Potenzial des endgültigen Produktes aufgezeigt bekommen. Somit soll ein Anreiz entstehen, aktiv in Form von Kritik und Verbesserungsvorschlägen an der Produktgestaltung mitzuwirken. Lean Startup zeichnet sich daher durch eine hohe Anpassung an die Wünsche der Kunden und des gesamten Marktes aus.

Durch viele Verbesserungen und Updates am Produkt bzw. Service und dem erneuten Offerieren der neuen Version, wird somit im nächsten Schritt wiederholt Feedback vom Markt eingeholt um neue Verbesserungen zu ermöglichen. Auf diese Weise entsteht durch Lean Startup ein Kreislauf der letztendlich in einem Produkt endet, welches den Anforderungen und Wünschen des Marktes entspricht. weiterlesen ..

Actionable Metrics

Ein weiteres wichtiges Element der Lean Startup Methode sind Actionable Metrics. Dies sind Kennzahlen die ermöglichen, im Gegensatz zu absoluten Kennzahlen, wie beispielsweise den Besuchern einer Homepage innerhalb eines Monats, Aufschluss über zu ergreifende Handlungen zu geben. Hierzu werden im Rahmen von Lean Startup verschiedene Wege genutzt um solche Daten zu erheben. Folgend ein Beispiel, das stellvertretend aufzeigt, wie aussagekräftige Daten erhoben werden können.

Split Test – Die Kunden werden in zwei Gruppen geteilt, von denen Gruppe A künftige Änderungen am Produkt vorab nutzen kann und Gruppe B das bestehende Produkt weiter nutzt. Durch einen Vergleich beider Gruppen, kann nun ermittelt werden wie erfolgreich eine Neuerung ist und wie sich diese auf das Nutzerverhalten ausübt. Wird die Änderung positiv angenommen, kann die Neuerung freigegeben werden.

Pivot

Wie bereits beschrieben gilt es beim Lean Startup wichtige Hypothesen, die für den Erfolg der Idee wichtig sind, zu testen und zu verbessern. Hierbei bleiben auch elementare Hypothesen bzw. Faktoren nicht unangetastet. Dies führt somit zu einem Richtungswechsel von der bisherigen Route zugunsten einer neuen Hypothese, die wiederum auf ihren Markterfolg getestet wird. Im Rahmen des Lean Startup wird dies als „Pivot“ bezeichnet.



Ressourcen

The Lean Startup Circle Wiki
Startups Lessons Learned
Actionable Metrics

STARTPLATZ Wiki