Business Model Canvas für Startups und Corporates

Business Model Canvas

Was ist Business Model Canvas? Das Business Model Canvas (kurz: BMC) ist das Mittel der Wahl, um das Geschäftsmodell und eine Startup Idee zu visualisieren und zu testen, ob diese auch unternehmerisch sinnvoll ist. Viele Experten sind mittlerweile der Meinung, das Business Model Canvas kann den veralteten Business Plan vollständig ersetzen. Entwickelt von Alexander Osterwalder und veröffentlicht in seinem Buch „Business Model Generation“, hat das Business Model Canvas bereits mehr als 5.000.000 Nutzer erreicht. Es gilt als Handbuch für Visionäre und Impulsgeber, die veraltete Geschäftsmodelle auf den Kopf stellen und Innovation vorantreiben wollen.
 

Warum Business Model Canvas?

 
Jede Idee braucht ein funktionierendes Geschäftsmodell, wenn sie sich langfristig halten und möglichst viele Menschen erreichen möchte. Es ist leichter eine schlechte Idee mit einem guten Geschäftsmodell zu verwirklichen als die beste Idee ohne. Das Business Model Canvas hilft dabei, alle wesentlichen Elemente eines erfolgreichen Geschäftsmodells in ein skalierbares System zu bringen. Als Startup, in dem das Geschäftsmodell in der Regel noch nicht vollkommen klar ist, kann man schnell verschiedene Varianten miteinander vergleichen. Auch bestehende Geschäftsmodelle in innovativen Unternehmen lassen sich mit dem Canvas schnell weiter entwickeln, um Ideen zu bekommen wie das Unternehmen in 2, 5 oder 10 Jahren operieren könnte. Das folgende Video erklärt euch in 2 Minuten wie das Business Model Canvas funktioniert.




 

Die 9 Elemente des Business Model Canvas

 

Customer Segments

 
Jedes Startup hat eine bestimmte Zielgruppe im Auge oder ist zumindest auf der Suche nach Marktsegmenten, die einen hohen Nutzen durch ihr Produkt haben. Von einer kleinen Nische bis zum Massenmarkt kann hier alles drin stehen. Vielleicht handelt sich auch um einen „Multi-sided Market“, in dem der User nicht gleich der Kunde ist, wie z.B. bei der Google Suche (User: Suchender / Kunde: Advertiser). Durch validiertes Lernen sollte das Bild der Customer Segments immer klarer werden und optimal zu der Value Propositon passen. Wer sind eure Zielgruppen?
 

Value Propositions

 
Unternehmen egal welcher Größe haben im Grunde nur eine zentrale Aufgabe. Sie lösen bestimmte Probleme ihrer Kunden oder befriedigen ein Bedürfnis. Dieses Nutzenversprechen wird im Business Model Canvas „Value Proposition“ genannt. Das von eurem Startup angebotene Produkt kann neuer, besser, passender, stylischer, günstiger oder einfach nutzerfreundlicher sein, als dasjenige,  welches es bisher gab, um das Problem des Customer Segments zu lösen. Welchen Nutzen haben eure Kunden, wenn sie mit euch zusammenarbeiten?
 

Channels

 
Hier beschreibt ihr wie ihr mit euren Kunden interagiert .. angefangen mit dem Erregen von Aufmerksamkeit für das Produkt, über Vertriebswege und die Lieferung hin zum Service nach dem Verkauf. Wie erfahren eure Kunden von eurem Angebot und wie bekommen sie es?
 

Customer Relationships

 
Kunden erwarten je nach Angebot eine gewisse Art von Service und Umgang. Viele Tech Startups bieten Software as a Service (SaaS) im B2C Markt an, wo die Interaktion mit dem Kunden fast zu 100% automatisiert ist. Ein anderes Startup bietet vielleicht individuell anpassbare Dienstleistungen an, die eine direkte zwischenmenschliche Interaktion notwendig machen. Wie man die Kundenbeziehung gestaltet, ist ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells und sollte klar definiert sein. Wie gewinnt, haltet und upgradet ihr eure Kunden?
 

Revenue Streams

 
Es gibt oft mehrere Wege, um mit der selben Value Proposition Geld zu verdienen. Gerade in diesem Bereich kann man mit dem Business Model Canvas verschiedene Optionen gut durchspielen und neue Geschäftsmodelle identifizieren. Einmalzahlungen bringen schnell Geld in die Kasse, aber Abonnenten versprechen kontinuierlichen Cash Flow über längere Zeit. Vielleicht bieten sich auch Elemente der Value Proposition zum Lizensieren oder Vermieten an. Nach diesen eher strategischen Überlegungen stellt sich hier zudem noch die Frage nach dem Preismodell. Woher kommt in diesem Geschäftsmodell das Geld?
 
 
Business Model Canvas
 

Key Resources

 
Besonders als Startup ist man oft auf gewisse Ressourcen angewiesen um die Value Proposition zu vermarkten, da die Infrastruktur noch in den Kinderschuhen steckt. Welche physischen, menschlichen und finanziellen Ressourcen sind unverzichtbar?
 

Key Activities

 
Um die Value Proposition zu verwirklichen sind bestimmte, zentrale Tätigkeiten notwendig. Die Entwicklung einer App, neuer Lösungen für Kunden oder eines Netzwerks sollten in diesen Bereich des Business Model Canvas einfließen. Was sind die wichtigsten Tätigkeiten um dieses Geschäftsmodell am Laufen zu halten?
 

Key Partnerships

 
Je nach Geschäftsmodell bietet es sich als Startup an, eine strategische Partnerschaft mit Nicht-Konkurrenten, Lieferanten oder Service Providern einzugehen, um Risiken zu reduzieren oder Skalierbarkeit zu gewährleisten. Wer sind eure wichtigsten Partner?
 

Cost Structure

 
Wo umgesetzt wird entstehen auch Kosten, besonders für Key Activites, Resources und Partnerships. Mit Blick auf diese Elemente sollten die wichtigsten Kostenpunkte schnell erfasst sein. Was sind eure wichtigsten Ausgaben ohne die das Geschäftsmodell nicht laufen würde?
 

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Literaturtipp: Alexander Osterwalder „Business Model Generation“

 
Alexander Osterwalder, Baujahr 1974, ist selbst Entrepreneur und gilt als Business Model Innovator. Sein Startup „Business Model Foundry“ hat sich zur Aufgabe gemacht neue Tools für Innovatoren und Startups zu entwickeln. Als Author und Speaker ist er in der ganzen Welt unterwegs und hat mit dem Business Model Canvas schon über 5.000.000 Menschen erreicht. Sein Buch „Business Model Generation: A Handbook for Visionaries, Game Changers, and Challengers“ und seine Webseite businessmodelgeneration.com können wir nur empfehlen.
 


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