Investoren-Pitch für Startups

Mit einem Pitch wird die Vorstellung der eigenen Geschäftsidee in kurzer Zeit bezeichnet. Hierbei werden häufig extra dafür gefertigte Präsentationen verwendet. Das Ziel ist meist der Gewinn neuer Kunden, Investoren, oder anderer Stakeholder, die das Unternehmen weiterbringen können. Rheinland-Pitch-Coach Vidar Andersen erklärt euch hier die drei Arten eines Investoren-Pitch und was es dabei zu beachten gilt.


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Noch mehr Tipps gibt es beim persönlichen Pitch-Training, das Teil eines jeden Rheinland-Pitches ist. Pitch-Coach Vidar Andersen analysiert mit euch euer Pitch-Deck und zeigt euch, auf was es Investoren bei dem Pitch ankommt. Der Rheinland-Pitch ist für jedes Startup aus Deutschland in jeder Phase (Idee, Seed, Post-Seed) offen. Mehr Infos und jetzt bewerben! www.rheinlandpitch.de


Die Drei Pitch-Arten

Der High-Concept-Pitch

Der High-Concept Pitch dampft die Essenz eurer Geschäftsidee in einem Satz zusammen. Manchmal wird diese Pitch-Art auch der „Twitter-Pitch“ genannt. Hier ist es wichtig, sich kurz und verständlich auszudrücken, damit jeder die Grundidee versteht. Eine häufige Form ist der „Wir sind das X für Y“-Ansatz. Ein Beispiel: Flickr für Videos (heute besser bekannt als Youtube). Weitere (lustige) Ideen für Startups als High-Concept Pitches findet ihr auf nonstartr.com.

Startup-Idee gefällig? Nonstartr.com hilft aus
Startup-Idee gefällig? Nonstartr.com hilft aus

Der Elevator Pitch

Beim Elevator Pitch hat der Vortragende ca. 30 Sekunden Zeit um jemand anderem einen ersten Eindruck von seiner Geschäftsidee oder seinem Startup zu vermitteln. Die Bezeichnung „Elevator Pitch“ kommt daher, dass man die Aufmerksamkeit eines potentiellen Investors häufig nur für kurze Zeit binden kann. Etwa, wenn man sich mit ihm in einem Aufzug befindet. Solange der Aufzug in Bewegung ist hat man die Möglichkeit, diesen Investor davon zu überzeugen, einen zu einem ausgedehnteren Gespräch einzuladen.

Üblicherweise werden bei dieser Form auch keine weiteren Unterlagen wie zum Beispiel eine Präsentation verwendet. Zwischen Tür und Angel sind diese Hilfsmittel oft eher hinderlich als hilfreich.

Das Pitch Deck

Bei einem normalen Pitch, welcher nicht so extrem zeitlich begrenzt ist wie die Aufzug-Variante, können für gewöhnlich Präsentationen als Hilfsmittel verwendet werden. Diese sollen bei der Verdeutlichung von Zusammenhängen und zur besseren Darstellung von Informationen verwendet werden.

Obwohl hierbei nicht eine so starke zeitliche Einschränkung gegeben ist, macht es Sinn auch hier den Pitch nicht zu lange zu machen. Die menschliche Aufmerksamkeitsspanne ist sehr kurz und mehr als 15 Minuten sollten nicht verwendet werden.
Die verwendeten Präsentationsfolien werden im Allgemeinen als Pitch Deck bezeichnet. Im Folgenden stellen wir eine für Startups optimierte Variante vor, welche von einer Vielzahl berühmter Investoren wie David Cowan und Dave McClure empfohlen werden.

Die Präsentation sollte sich auf 10-13 Folien beschränken und alle Infos so prägnant wie möglich anreißen. Außerdem sollte auf übermäßig viel Text verzichtet werden. Weniger ist oft mehr und Bilder sagen häufig mehr als tausend Worte. Ein ansprechendes Pitch Deck ist simpel, minimalistisch und verwendet viele visuelle Mittel. Der vorzutragende Text wird frei gesprochen und ist in den Notizen des Pitch Decks einzufügen. Wenn der Text in den Notizen der Präsentation eingefügt ist, kann die Präsentation sehr gut als PDF verschickt werden. Hierbei ist auf einer Seite die Folie und auf der nächsten der dazugehörige Text zu zeigen. So kann jeder Investor auch aus dem Pitch Deck schlau werden, ohne den Vortrag sehen zu müssen.
Venturehacks on Pitch Decks

Achtet darauf, mit eurem Pitchdeck bei der Präsentation eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen. Diese Geschichte vereinfacht es den Zuhörern, den Gedankengang hinter dem Konzept zu verstehen und was unterm Strich erreicht werden soll. Gerade im Gespräch mit potenziellen Investoren ist es wichtig, diese zu beeindrucken und mitzureißen.

Die 13 Slides des perfekten Pitch Decks

  1. Cover
    Die erste Seite wird als Cover verwendet und stellt nicht viel da. Lediglich der Unternehmensname oder das Logo. Eventuell noch das Datum und den Anlass.
  2. Mission
  3. Zusammenfassung
    Unter dem dritten Punkt findet eine kurze Zusammenfassung statt. Diese ist am besten der Elevator Pitch. Hier wird nochmal geklärt, wieso es zu der Einladung zu diesem weiteren Gespräch kam und es werden kurz die wichtigsten Unternehmensfakten genannt.
  4. Team
    Hier wird, wie der Titel schon verrät, das Team vorgestellt. Besondere Fähigkeiten und vergangene Erfolge sind hier besonders wichtig. Wenn der Investor einen guten Eindruck vom Team hat und sieht, dass es in der Vergangenheit schon Erfolge gab, dann glaubt er umso eher, dass auch dieses Projekt ein Erfolg wird. Am besten stellt sich der Präsentierende als letztes vor und kann so auch gut die Geschichte erzählen, wie er auf die Idee für die ganze Sache kam. Er kann somit super zu dem nächsten Teil überleiten, nämlich dem Problem, welches er lösen möchte.
  5. Problem
    Nach einer Überleitung vom vorherigen Punkt wird das Problem angesprochen, welches zu lösen ist. Hier wird erklärt, wie das Problem aufgefallen ist und wen es beschäftigt. Es sollte herausgestellt werden, was der wirklich negative Effekt des Problems ist.
  6. Lösung
    Die Lösung für das Problem wird kurz und prägnant erklärt. Hierzu werden auch eine vorhandene Demo, eine funktionierende Software oder zumindest Bilder des Produkts gezeigt. Ohne das Vorstellen der Software oder zumindest anderer visueller Anreize, wird es jedoch sehr schwer die Investoren zu überzeugen.
  7. Technologie
    Nachdem die Lösung vorgestellt wurde, wird kurz erläutert, wie diese technisch umgesetzt wird. Hier spielen die verwendeten Technologien und eventuelle Vorteile gegenüber der Konkurrenz die wichtigste Rolle.
  8. Marketing
    Nachdem die Idee und das Produkt vorgestellt wurden, geht es um das Marketing. Zunächst werden die Zielgruppen und die Marktgröße vorgestellt. Außerdem wird erklärt, welche Kanäle genutzt werden, um das Startup bekannt zu machen. Andere Menschen müssen von dem Produkt erfahren und die dahinter steckende Strategie sollte gut durchdacht sein.
  9. Vertrieb
    Wenn bereits erste Kunden vorhanden sind, dann wird hier darüber gesprochen. Sollten noch keine Kunden vorhanden sein, so geht es um das Geschäftsmodell und wie mit der Idee Geld gemacht wird.
  10. Wettbewerb
    Warum sollten Kunden gerade dieses Produkt nutzen und nicht das der Konkurrenz? Um diese Fragen zu klären ist es nötig zu zeigen, welche Wettbewerber es gibt und was man besser als diese macht. Vorteile durch speziell entwickelte Software oder einzigartiges Know-How im Team sind besonders hervorzuheben.
  11. Meilensteine
    In diesem Abschnitt werden die Meilensteine für das nächste Jahr dargestellt. Diese umfassen Produkt, Team, Marketing und Vertrieb. Außerdem sollten die geschätzten vierteljährlichen und gesamten Ausgaben aufgelistet werden. Durch diese Darstellung entsteht bei den Investoren ein Eindruck davon, was mit dem investierten Geld erreicht werden soll und welche Ziele es gibt.
  12. Schlussfolgerung
    Diese Folie zeigt eine Vision, wie das Startup in Zukunft aussehen kann. Was kann alles erreicht werden, wenn die aktuelle Planung funktioniert und was ist das große Ziel?
  13. Finanzierung
    Hier geht es an die Zahlen. Es wird gezeigt wie viel und wofür Geld benötigt wird und woher es kommt. Besonders wichtig ist, was mit dem Geld geschieht, welches in dieser Runde eingesammelt wird.

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Du willst lieber erstmal anderen beim Pitchen zuschauen? Kein Problem, auch die Zuschauertickets sind KOSTENLOS!

Das sind die nächsten Termine des Rheinland-Pitch und unsere Pitch-Workshop-Termine:

Suchbegriff: pitch

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  • Vidar Andersen

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  • Wolfgang Kierdorf

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  • Wolfgang Kierdorf

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