Backup-Strategie – 3 Dinge, die Startups beachten sollten - STARTPLATZ

Backup-Strategie – 3 Dinge, die Startups beachten sollten

27. März 2024, 10:26 :: Startups

Autor: Gastautor

In der heutigen Startup-Landschaft gleichen Daten der Lebensader eines jeden jungen Unternehmens. Ein Verlust durch technische Pannen wie einen Festplattendefekt kann ruckartig das Kundenvertrauen erschüttern – ein Alptraum für jedes aufstrebende Geschäft. Darüber hinaus stellt die Rekonstruktion verlorengegangener Informationen ein zeitraubendes und kostspieliges Unterfangen dar. Zum Glück existieren Dienstleister, die sich auf Datenrettung spezialisieren, um im Notfall Unterstützung zu leisten. Aber warum auf den Notfall warten? Präventive Sicherungs- und Wiederherstellungspläne sind das A und O, um das digitale Rückgrat Ihres Startups zu schützen.

Die zentralen Faktoren einer Backup-Strategie

Es mag den Anschein haben, als wäre eine Backup-Strategie eine hochkomplexe Sache, doch im Kern dreht sie sich um die Auswahl einer passenden Sicherungsmethode, das Festlegen von Speichermedien und die Bestimmung von Sicherungsintervallen. Durch diese Maßnahmen sind die Daten vor den häufigsten Bedrohungen wie Hardwareausfällen, menschlichem Versagen oder Cyberangriffen geschützt. Im unglücklichen Fall eines Datenverlusts ermöglichen es diese Vorkehrungen, entscheidende Unternehmensdaten zügig wiederherzustellen.

Allerdings kann die Umsetzung einer allumfassenden Backup-Strategie, die jeden Speichertyp berücksichtigt – von internen Festplatten über RAID-Systeme bis hin zu USB-Sticks –, in der Praxis herausfordernd sein. Bei einem drohenden Datenverlust ist schnelles und kompetentes Handeln gefragt. Eine frühzeitige Konsultation eines erfahrenen Datenrettungsexperten kann die Chancen auf eine erfolgreiche Wiederherstellung erheblich verbessern. Gerade weil für eine effektive Datenrettung spezifisches Fachwissen und spezielle Ausrüstung notwendig sind, lohnt es sich, bei Bedarf schnell einen Fachmann vor Ort, wie etwa für eine Datenrettung in München, zu kontaktieren.

  1. Auswahl der geeigneten Backup-Methode

Es gibt drei grundlegende Backup-Methoden, die sowohl von kleinen Unternehmen als auch von Startups verwendet werden. Bei der Vollsicherung, auch Full Backup genannt, wird eine exakte Kopie aller vorhandenen Daten erstellt und auf einem Speichermedium gesichert. Diese Art der Sicherung kann sowohl in komprimierter als auch in unkomprimierter Form durchgeführt werden. Um den Datenschutz zu gewährleisten, kann zusätzlich eine Verschlüsselung vorgenommen werden. Der Hauptvorteil liegt in der einfachen Handhabung. Im Wiederherstellungsfall wird nur eine einzige Sicherung benötigt. Allerdings benötigt die Vollsicherung viel Speicherplatz und lange Sicherungszeiten.

Bei der differentiellen Sicherung werden nur die Daten gesichert, die sich seit der letzten Vollsicherung geändert haben. Nach einer anfänglichen Vollsicherung werden täglich ergänzende Teilsicherungen durchgeführt. Dies reduziert zunächst den Speicherbedarf und ermöglicht schnelle Sicherungen, sodass häufiger gesichert werden kann. Ein Nachteil ist, dass die Größe der differentiellen Sicherungen mit jeder Sicherung zunimmt, da sie die Daten aller vorherigen differentiellen Sicherungen erneut erfassen.

Die inkrementelle Datensicherung, die in ihrer Methodik der differentiellen Datensicherung ähnelt, beginnt ebenfalls mit einer vollständigen Vollsicherung. Im weiteren Verlauf werden jedoch nur die Daten gesichert, die seit der letzten inkrementellen Sicherung neu hinzugekommen oder verändert worden sind. Dieses Verfahren zeichnet sich durch einen geringen Speicherbedarf aus, was die Erstellung von Backups beschleunigt. Ein Nachteil ist jedoch, dass für eine vollständige Wiederherstellung sowohl die Vollsicherung als auch alle nachfolgenden inkrementellen Sicherungen benötigt werden, was den Wiederherstellungsprozess komplexer macht.

  1. Das passende Speichermedium wählen

Die Wahl des geeigneten Speichermediums ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Backup-Strategie. Vor allem kleinere Unternehmen verwenden häufig externe Festplatten für ihre Backups, hauptsächlich wegen der geringen Kosten für den Speicherplatz. Diese Medien bergen jedoch Risiken wie eine erhöhte Anfälligkeit für physische Schäden und eine begrenzte Kapazität. Im Falle eines Festplattendefekts ist eine Datenrettung, wie bereits erwähnt, grundsätzlich möglich.

Wenn lokale Speicherlösungen nicht ausreichen, greifen Unternehmen häufig auf Netzwerkspeicherlösungen (NAS) zurück, die es ermöglichen, Daten unabhängig von einzelnen Computern über Router und Netzwerk-Switches zu speichern. NAS-Systeme bieten gegenüber herkömmlichen Festplatten den Vorteil der besseren Integration, stoßen aber auch an Grenzen hinsichtlich der Speicherkapazität.

Eine weitere Option stellt das Cloud-Backup dar, bei dem jedoch besonderes Augenmerk auf den Serverstandort, die Datenschutzrichtlinien des Anbieters und die ständige Verfügbarkeit der gesicherten Daten gelegt werden sollte. Cloud-Lösungen sind auch für Startups eine geeignete Alternative dar.

  1. Regelmäßige Überprüfung und Testung der Backup-Strategie

Mit der Initiierung eines Backup-Plans und der Auswahl des geeigneten Mediums fehlt noch ein wichtiger Teil für maximale Datensicherheit. Für Startups ist es essenziell, nicht nur Backup-Routinen zu etablieren, sondern diese auch kontinuierlich zu überwachen und zu evaluieren. 

Die regelmäßige Überprüfung der Backup-Dateien auf Integrität und Wiederherstellbarkeit ist entscheidend, um im Falle eines Datenverlusts die vollständige und unversehrte Rekonstruktion aller notwendigen Informationen zu gewährleisten. Startups sollten sich dabei besonders auf die Herausforderungen einstellen, die durch die hohe Fluktuation von Mitarbeitenden und Praktikanten entstehen. Eine klare Dokumentation und regelmäßige Schulungen können hier Abhilfe schaffen, indem sie sicherstellen, dass jeder im Team, unabhängig von seiner Verweildauer im Unternehmen, mit den Backup- und Wiederherstellungsverfahren vertraut ist.

Durch die stetige Evaluation können Schwachstellen oder Fehler im Backup-Prozess frühzeitig identifiziert und korrigiert werden, bevor sie zu schwerwiegenderen Problemen führen. Startups sollten diverse Wiederherstellungsszenarien simulieren, um die Effektivität und Angemessenheit ihrer Backup-Strategien unter verschiedenen Krisenbedingungen zu testen. Es ist zudem wichtig, dass alle Teammitglieder mit den Backup- und Wiederherstellungsverfahren vertraut sind, damit sie im Notfall zügig und effektiv handeln können. Eine gut informierte Belegschaft ist ein unschätzbarer Bestandteil jeder Krisenreaktionsstrategie.


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