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13. Januar 2026, 14:24 :: Allgemein
Autor: Gastautor
In vielen Startups zeigt ein Blick ins Büro ein klares Bild: Die Schreibtische sind selten vollständig besetzt. Teams arbeiten hybrid, Kolleg:innen sind unterwegs beim Kunden, im Homeoffice oder in anderen Hubs. Gleichzeitig laufen Mietverträge weiter, Büroflächen bleiben ungenutzt und wachsen zu einem Kostenfaktor, der nicht zum agilen Charakter eines jungen Unternehmens passt.
Für Startups, die jeden Euro bewusst einsetzen und gleichzeitig eine moderne Arbeitskultur fördern wollen, bietet Desk Sharing einen enormen Hebel. Das Konzept ist längst angekommen, die zentrale Frage lautet heute nicht mehr ob, sondern wie man flexible Arbeitsplatzmodelle so gestaltet, dass sie sowohl finanziell als auch kulturell einen echten Mehrwert bringen.
Dieser Artikel zeigt, wie Startups Desk Sharing strategisch nutzen können, welche Vorteile sich daraus ergeben und wie eine Einführung gelingt, die das Team wirklich mitnimmt.
Startups befinden sich praktisch dauerhaft im Wandel: Neue Rollen entstehen, Teams wachsen oder verändern sich, und der Bürobedarf kann sich innerhalb weniger Monate komplett verschieben. Während klassische Arbeitsplatzmodelle starre Strukturen schaffen, ermöglichen flexible Modelle genau das Gegenteil: Sie passen sich der Realität des Unternehmens an – nicht andersherum.
Für Startups bedeutet das konkret:
Gerade in dynamischen Umgebungen wird deutlich: Starre Büroflächen sind oft teurer Ballast, flexible Modelle hingegen schaffen Raum für Innovation.
Für viele Startups gehören Mietkosten zu den größten monatlichen Ausgaben. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis: Selbst bei guter Auslastung bleibt ein relevanter Teil der Bürofläche ungenutzt. Desk Sharing setzt genau an diesem Punkt an, indem Arbeitsplätze flexibel und nach tatsächlichem Bedarf genutzt werden. Das führt zu gleich mehreren Vorteilen:
Ein typisches Beispiel: Ein Startup mit 30 Mitarbeitenden arbeitet hybrid, im Schnitt sind jedoch nur 18–20 Personen gleichzeitig im Büro. Ohne Desk Sharing werden dennoch 30 feste Arbeitsplätze vorgehalten, inklusive entsprechend großer Fläche. Mit einem flexiblen Arbeitsplatzmodell kann der Bedarf realistisch reduziert werden, ohne dass es an produktiven Arbeitstagen zu Engpässen kommt.
Um einschätzen zu können, wie viel Fläche ein Team unter realistischen Bedingungen tatsächlich braucht, kann ein datenbasierter Ansatz helfen. Der Büroflächenrechner von anny unterstützt Startups dabei, auf Basis von Teamgröße und Arbeitsmodell den tatsächlichen Flächenbedarf zu ermitteln und Einsparpotenziale aufzuzeigen.
Desk Sharing wird oft primär mit Kostenvorteilen in Verbindung gebracht, doch gerade für Startups spielt der kulturelle Aspekt eine mindestens genauso große Rolle.
Natürlich bringt ein Wechsel vom festen Arbeitsplatz zu einem flexiblen Modell auch Herausforderungen mit sich. Die häufigsten Punkte lassen sich jedoch gut steuern:
Nichts ist frustrierender, als ohne Arbeitsplatz im Büro zu stehen. Eine transparente Planung, beispielsweise durch Buchungstools wie anny, schafft Sicherheit und vermeidet Überbelegung.
Wenn persönliche Gegenstände keinen festen Platz haben, kann es anfangs ungewohnt wirken. Schließfächer, mobile Caddies oder kleine persönliche Zonen schaffen hier Ausgleich.
Ohne klare Regeln werden Besprechungsräume schnell zu Einzelarbeitsplätzen. Klare Nutzungsvorgaben und eine saubere Buchungslogik verhindern dieses Problem.
Desk Sharing ist ein Change-Prozess. Transparenz, Pilotphasen und regelmäßiges Feedback sind entscheidend, damit das Team hinter dem Modell steht.
Damit Desk Sharing im Alltag erfolgreich funktioniert, braucht es nach der Ermittlung des realistischen Flächenbedarfs vor allem eine durchdachte Umsetzung. Der Schwerpunkt liegt weniger auf der Frage, wie viele Arbeitsplätze benötigt werden, sondern wie die vorhandene Fläche gestaltet und genutzt wird.
Ist der Bedarf klar, geht es darum, die Fläche sinnvoll zu strukturieren. Unterschiedliche Arbeitsweisen benötigen unterschiedliche Umgebungen. Für Startups haben sich vor allem folgende Bereiche bewährt:
Die Gestaltung des Büros entscheidet stark darüber, wie intuitiv und angenehm Desk Sharing im Alltag erlebt wird.
Eine intuitive Desk Sharing Software wie anny kann dabei helfen, Desk Sharing planbar und transparent zu gestalten:
Das reduziert Abstimmungsaufwand, verhindert Unsicherheiten und sorgt dafür, dass der flexible Arbeitsplatz nicht zum Chaosmodell wird.
Die Einführung eines Desk-Sharing-Modells ist nicht nur eine organisatorische Änderung, sondern auch ein kultureller Schritt. Umso wichtiger ist es, das Team frühzeitig einzubeziehen:
Je transparenter der Prozess, desto höher die Akzeptanz und desto stärker die positive Wirkung auf Zusammenarbeit und Kultur.
In vielen Startup-Ökosystemen endet Desk Sharing nicht beim eigenen Unternehmen. Gerade in Acceleratoren, Coworking-Spaces oder geteilten Büroeinheiten nutzen mehrere Startups dieselbe Fläche, oft zeitgleich, manchmal projektbezogen oder phasenweise.
Mit dieser firmenübergreifenden Nutzung steigt die organisatorische Komplexität deutlich. Während Desk Sharing im eigenen Team vor allem interne Abstimmung erfordert, stellen sich in geteilten Büros zusätzliche Fragen:
Gerade in dynamischen Startup-Umfeldern reicht informelle Kommunikation hier nicht mehr aus. Um Orientierung und Verlässlichkeit zu schaffen, braucht es eine klare Struktur, die für alle Beteiligten funktioniert, unabhängig von Unternehmenszugehörigkeit.
Digitale Workplace-Management-Lösungen können in solchen Szenarien als neutrale Koordinationsschicht dienen. Sie helfen dabei, Anwesenheiten sichtbar zu machen, Arbeitsplätze eindeutig zuzuordnen und gemeinsam genutzte Flächen transparent zu organisieren. Tools wie anny werden dabei weniger als klassisches Desk-Sharing-System eingesetzt, sondern als Grundlage für Übersicht und Verlässlichkeit in gemeinsam genutzten Arbeitsumgebungen.
Firmenübergreifend geteilte Büros sind damit kein Sonderfall mehr, sondern eine logische Weiterentwicklung flexibler Arbeitsplatzkonzepte, insbesondere im Startup-Umfeld.
Desk Sharing ist kein kurzfristiger Trend, es ist ein Modell, das strukturelle Vorteile schafft:
Mit der richtigen Mischung aus Daten, Planung und Beteiligung entsteht eine Arbeitsumgebung, die nicht nur effizienter, sondern auch lebendiger und moderner ist.