MVP – Minimum Viable Product

MVP steht für Minimum Viable Product, was auf deutsch so viel bedeutet wie „ein Produkt mit den minimalen Anforderungen und Eigenschaften“. Zumeist wird das MVP im Zusammenhang mit dem Lean Startup Gedanken genannt und kann in diesem Kontext auch hervorragend genutzt werden.

Schnell und einfach muss es sein

Der grundlegende Gedanke bei der Erstellung eines MVP ist es, ein Produkt möglichst schnell mit nur den nötigsten Funktionen zu erstellen – z.B. eine Landingpage. Diese wird dann umgehend veröffentlicht und zunächst Feedback von (potenziellen) Kunden eingeholt. Dieses Feedback wird im Folgenden genutzt, um das MVP zu erweitern und zu verbessern.

Jede weiterführende Funktion sollte beim MVP außen vorgelassen werden. Nur die Funktionen, die unbedingt nötig sind, um den eigentlichen Zweck des Produktes zu ermöglichen, werden eingebaut. Somit wird eine Menge Zeit, Arbeit und Geld gespart.

MVP zum Schutz vor großem Risiko

Der Hauptgrund für das Entwickeln eines MVP ist das Minimieren von Risiko. Wenn man sich für den Weg entscheidet, ein vollwertiges Produkt zu entwickeln und zu veröffentlichen, so kann es zu einer Vielzahl von Problem kommen.

So brauch die Entwicklung eines solchen vollwertigen Produkts sehr viel Zeit und Geld. Weitaus mehr, als es mit der Entwicklung eines MVPs wäre.

Ein weiteres Risiko ist die Entwicklung vorbei am Markt und den Kundenbedürfnissen. Wenn Monate der Entwicklung in ein Produkt gesteckt werden, es jedoch nach Veröffentlichung niemand haben möchte, dann ist dies nicht nur ärgerlich, sondern auch sehr verlustreich – also gleichbedeutend mit Risiko.

Die Entwicklung eines MVP verringert hingegen das Risiko für das Startup, indem nur ein Prototyp mit den nötigsten Funktionen entwickelt wird und das Unternehmen zunächst viel Zeit und Geld spart. Zusätzlich wird mit dem frühen Markteintritt schnell evaluiert, ob die Idee und das Produkt am Markt überhaupt eine Chance hat.

Startup mit Köpfchen

Für die meisten MVP werden in der Regel keine großen Kenntnisse in der Programmierung oder ähnliches benötigt. Der Großteil der Probleme, welche für das MVP gelöst werden müssen, lassen sich durch Nachdenken und geschicktes Verwenden von bereits vorhandenen Techniken lösen. So gibt es beispielsweise genügend Baukästen, mit denen sich auch ohne Wissen in der Webentwicklung rudimentäre Internetseiten erstellen lassen, um das eigene Konzept zu testen.

Außerdem können viele Vorgänge, welche später voll automatisch ablaufen, zunächst von Hand erledigt werden. So entsteht zwar Arbeit, jedoch können viele Produkteigenschaften getestet werden, ohne sie vorher aufwändig programmieren zu müssen.

 

Minimum Viable Product from Eric Ries

 

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