NeuStart - Steckbrief neuer Startups- Cannaseur

NeuStart – Steckbrief neuer Startups

30. Januar 2016, 09:22 :: Allgemein

Autor: Victoria Blechman

Startup Name: Cannaseur

Team: David, Max und Team

Die Idee in 2-3 Sätzen: Wir möchten die Qualität des Cannabiskonsums auf neue Ebenen bringen. Das erreichen wir durch Premiumprodukte, die speziell auf die Lagerung von Cannabis ausgelegt sind.

Ideenstart: April 2015

Lieblings-Prokrastination: Big Bang Theory

Darum der STARTPLATZ: praktische Lage

#Premium                    #Cannabis                   #Konsum


 1. Könnt ihr Cannaseur mit weniger als 50 Wörtern beschreiben?

[David:] Cannaseur ®  bringt die Qualität des Cannabiskonsums auf neue Ebenen. Das wird durch Premiumprodukte gewährleistet, die speziell auf die Lagerung von Cannabis ausgelegt sind. Das Hauptprodukt ist der Humidor Cannaseur ® ONE, ein abschließbarer Holzkasten aus Nussbaum oder Mahagoni, der eine geruchsneutrale Lagerung von Cannabis ermöglicht.

 

 2. Was habt ihr vor der Gründung beruflich gemacht?

[David:] Max hatte nach seinem dualen Bachelor bei der Sparkasse einen Master in International Business erworben. Mein Bachelor in International Business ist seit 2014 abgeschlossen und zurzeit mache ich meinen Master, ebenfalls in International Business.

 

3. Wie seid ihr auf eure Geschäftsidee gekommen?

[David:] Uns hat gestört, dass alles was mit Cannabis und Cannabiskonsum zu tun hat mit einer negativen Konnotation behaftet ist. Unser Ziel ist es durch gutes Branding zu verdeutlichen, dass Cannabiskonsum durchaus hochwertig sein kann und nicht ausschließlich mit den typischen Vorurteilen, wie beispielsweise dem Junkie in der Ecke mit seinem Joint und der Nadel in der Hand, assoziiert werden muss. Außerdem wurde uns immer gesagt, dass man, um Wachstum zu schaffen, in die Branchen gehen muss, die vielversprechend sind. Amerika ist bezüglich des Cannabiskonsums Vorreiter, denn Cannabis ist zurzeit die stärkste Wachstumsbranche des Landes. In Deutschland wird es unser Meinung nach nicht mehr lange dauern, bis ein größerer Markt dafür entsteht.

 

 4. Habt ihr Unterstützung z.B. durch Förderprogramme oder Stipendien erhalten?

[Max:] Wir haben keine Fördermittel oder Stipendien erhalten. Das größte Hindernis diesbezüglich scheint immer noch das Image von Cannabis zu sein. Wenn wir in der Startup-Szene nach Feedback fragen, ist der Zuspruch durchaus positiv. Vor gestandenen Geschäftsmännern fällt dieses jedoch oft negativer aus. Da für uns eine schnelle Umsetzung der Idee wichtig war und wir zu 100% hinter unserem Vorhaben stehen, haben wir uns entschieden, unser Privatvermögen zu investieren und nicht auf Investoren zu warten. Was sich seit der Gründung am 29.05.2015 für uns an Herausforderung herausgestellt hat war beispielsweise Banken und Versicherungen zu finden, bei denen unser Vorhaben auf Verständnis trifft.

 

 5. Wie sieht euer nächster Meilenstein aus?

[David:] Am 07.10.2015 ging unsere deutsche Seite cannaseur.eu live, über die man unsere einzelnen Produkte bestellen kann. Zurzeit sind wir dabei die Ware in Pakete zu packen und aus unseren ersten Erfahrungen zu lernen. In Zukunft planen wir unseren Markt zu erweitern und unsere Produkte in den USA und Kanada zu vertreiben.

 

 6. Wenn ihr noch einmal von vorne anfangen könntet, gibt es irgendetwas, das ihr anders machen würdet?

[Max:] Ja, das nächste Mal würden wir den Prozess der Produktanfertigung anders angehen. Wir haben uns für den Humidor beispielsweise alle Einzelteile nach und nach liefern lassen und dann selber zusammengefügt. Das nächste Mal würde ich das Vorgehen standardisierter angehen, d.h. das Produkt mit seinen Einzelteilen vorher im Detail planen und dann fertig liefern lassen. Unser Lerneffekt dabei war, dass es wichtig ist, die einzelnen Teilkomponenten von vornherein in Einklang zu bringen, dann hätten wir uns in den letzten Wochen einiges an Zeit erspart.

 

 7. Aus welchen Gründen habt ihr euch für Köln, bzw. den STARTPLATZ entschieden?

[David und Max:] Für den STARTPLATZ haben wir uns hauptsächlich auf Grund von persönlichen Kontakten entschieden. Außerdem ist die Lage für uns sehr praktisch.

 

 8. Wie beurteilt ihr die rheinische Startup-Szene und was wünscht ihr euch noch?

[Max:] Im Vergleich zu Berlin kann man im Rheinland eher auf Geschäftsmodelle setzten, die weniger Tech-orientiert sind, wie beispielsweise die Bauerntüte. Wobei ich sagen muss, dass sich diesbezüglich einiges tut. Der neue STARTPLATZ in Düsseldorf trägt sicherlich seinen Teil dazu bei. Dennoch fehlt der rheinischen Startup-Szene Arbeit, Zeit und finanzielle Mittel vom Staat. In Berlin scheint dies anders zu sein. Auch halten sich dort mehr Tech-affine Profis auf, die aber andererseits ihren Lohn dafür haben wollen. Ich glaube, dass Köln als Unistandort eine riesige Chance hat, qualifizierte Leute nach dem Studium abzugreifen.

 

 9. Wenn ihr Startups und Gründern noch einen Tipp geben könntet, was wäre das?

[David:] Das Wichtigste ist, dass ihr zu 100% hinter eurer Idee steht, denn bei negativem Feedback darf man nicht so leicht den Glauben verlieren. Außerdem ist für uns das richtige Team Gold wert und wir können jedem empfehlen Leute zu suchen, die nicht nur etwas von ihrem Handwerk verstehen, sondern die auch ehrlich und vertrauensvoll sind. Und was wir von unserer bisherigen Erfahrung weitergeben können ist, nie zu unterschätzen wie lange eine Produktentwicklung dauert und dass das Vorhaben immer teurer wird als man denkt!



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