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Von der Idee zum Marktführer: Effektive Wettbewerbsanalyse-Methoden für innovative Startups

23. Februar 2024, 12:06 :: Startups

Autor: Gastautor

Wettbewerbsanalysen sind wichtige Hilfsmittel, um Mitbewerber besser zu verstehen und zu vergleichen, wie das eigene Unternehmen in einem Marktsegment dasteht. Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie mit der Analyse anfangen und welche Methoden sich dazu sehr gut eignen.

So fängt man mit einer Wettbewerbsanalyse an

Wenn Sie eine Wettbewerbsanalyse machen wollen, müssen Sie nicht bei null anfangen. Sie können dabei auf Vorlagen zurückgreifen oder ein Analyse-Tool (auf Englisch auch Competitor Analysis Tool genannt) verwenden.

Die Vorlagen helfen Ihnen dabei, einen Überblick über die Informationen zu bekommen, die Sie zusammentragen müssen. So können Sie gleich mit der Recherche über Ihre Konkurrenz loslegen, ohne sich zuerst selbst Vorlagen erstellen zu müssen.

Nachdem Sie ausgewählt haben, welche Analysen Sie machen wollen, geht es daran, die relevanten Informationen über Ihre Mitbewerber in Erfahrung zu bringen. Deren Webseiten bieten einen guten Startpunkt. Dort können Sie sich über Produkte und Dienstleistungen informieren, sowie über das Unternehmensprofil und die verschiedenen Märkte und Zielgruppen, die das Unternehmen bedient.

Wettbewerbsanalyse-Methoden im Überblick

In diesem Abschnitt stellen wir Ihnen einige verschiedene Analysemethoden vor, mit denen Sie Ihre Konkurrenz näher unter die Lupe nehmen können. Diese Analysen helfen Ihnen auch dabei, in der Gründungsphase grobe Fehler zu vermeiden.

SWOT-Analyse: Stärken, Schwächen, Chancen & Risiken im Blick

Die SWOT-Analyse dient sowohl der Analyse des eigenen Unternehmens als auch der Analyse von Konkurrenzunternehmen, und ist daher ein sehr hilfreiches Werkzeug. SWOT ist die Abkürzung für Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats. Zu Deutsch: Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken.

Angeordnet sind diese Rubriken in einer 2×2-Matrix. In jedes Feld tragen Sie sämtliche Dinge ein, welche Ihnen zu dieser Rubrik einfallen. Dazu müssen Sie sich im Vorfeld das Agieren Ihres Konkurrenten genau anschauen und sich dann überlegen, welche Auswirkungen bestimmte Entscheidungen oder Aktionen haben werden.

Wo liegen die Stärken der Konkurrenz, wo die Schwächen? Vielleicht ist eine Stärke ein treuer Kundenstamm, und die Schwäche ein Innovationsmangel. Was sind die Chancen und Risiken beim Mitbewerber? Die Bedienung eines neuen Marktes, aber zugleich das Risiko, dass man dort mit einem neuen Produkt floppt?

Besonders wirkungsvoll ist die SWOT-Analyse des Mitbewerbers, wenn Sie die SWOT-Analyse für Ihr eigenes Unternehmen dem gegenüber legen. Dann können Sie vergleichen, wo Sie stehen und wie Sie Ihre Stärken und Chancen zu Ihrem Vorteil nutzen können.

4C-Modell: Das Unternehmen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten

Die 4Cs in diesem Modell stehen für Customer, Cost, Convenience, Communication. Zu Deutsch: Kunden, Kosten, Benutzerfreundlichkeit, Kommunikation. Auch dieses Modell können Sie zur Selbst- sowie zur Fremdanalyse heranziehen. In den verschiedenen Rubriken tragen Sie – ähnlich wie bei der SWOT-Analyse – sämtliche Sachen ein, die Ihnen dazu einfallen.

In der Kunden-Rubrik dreht sich alles um die Fragen: 

  • Wer ist die Zielgruppe des Unternehmens? 
  • Wie wird die Zielgruppe angesprochen (z.B. über Social Media)? 
  • Wie werden die Produkte an die Zielgruppe vermarktet und für diese attraktiv gemacht?

In der Kosten-Rubrik sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis eines Produkts oder Dienstleistung?
  • Wie ist die Gewinnspanne?
  • Wie sind die Preise im Vergleich zum eigenen Unternehmen? Warum sind sie höher bzw. niedriger?

In der Benutzerfreundlichkeit-Kategorie geht es um die Beantwortung der Fragen:

  • Wie einfach ist der Kaufprozess gestaltet?
  • Ist die Webseite übersichtlich und intuitiv?
  • Lassen sich Produkte bzw. Dienstleistungen leicht finden?

In der Kommunikation-Kategorie beantworten Sie folgende Fragen:

  • Wie geht das Unternehmen mit Kundenanfragen um? Wird unverzüglich reagiert?
  • Wie geht das Unternehmen mit Beschwerden um?

Viele der obigen Fragen lassen sich durch einen Blick auf die Webseite Ihres Mitbewerbers beantworten. Ist er auf Social Media-Kanälen aktiv, können Sie auch leicht erkennen, wie rasch auf Kundenfragen oder Beschwerden reagiert wird (oder ob überhaupt reagiert wird) und wie gut die Kundenkommunikation generell ist.

Führen Sie diese Analyse gerne auch für Ihr eigenes Unternehmen durch und vergleichen Sie es mit Ihren Mitbewerbern. Das gibt Ihnen einen tieferen Einblick in Ihre Unternehmensprozesse und möglicherweise identifizieren Sie so Schwachstellen, an denen Sie arbeiten können, um gegenüber Ihrer Konkurrenz besser dazustehen.

Fazit: Wettbewerbsanalyse verschafft Wettbewerbsvorteile

Heutzutage ist es nicht nur wichtig, das eigene Unternehmen zu kennen, sondern vor allem auch die Konkurrenz. Mit Wettbewerbsanalysen verschaffen Sie sich einen Überblick über die Aktivitäten Ihrer Mitbewerber und gewinnen zugleich auch tiefere Einblicke in Ihr eigenes Unternehmen, wenn Sie die Ergebnisse miteinander vergleichen.

Auf diese Weise können Sie bei sich Verbesserungspotenziale finden, sich über Ihre Stärken bewusst werden, um diese weiterauszubauen, und die Schwachstellen angehen, damit Sie künftig noch erfolgreicher sind.


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