Webseiten-Lokalisierung für Start-Ups: 4 Tipps wie Du Kosten sparst

Webseiten-Lokalisierung für Startups: 4 Tipps wie Du Kosten sparst

14. Dezember 2016, 14:40 :: Allgemein

Autor: Christine Schlütz

Wer mit seinem Startup länderübergreifend Erfolg haben möchte, für den sind sprachliche Weitsicht und globale Marktkenntnisse Voraussetzung. Auch der Kostenfaktor spielt für viele Startups eine entscheidende Rolle. Wie Du Dein Startup auch mit knappem Budget erfolgreich zur Internationalisierung führen und die Chancen am globalen Markt für Dein Unternehmen nutzen kannst, zeigen Dir die folgenden 4 Tipps.

 

Tipp #1: Nutze ein Webseiten-CMS, das Mehrsprachigkeit unterstützt

 „Das kann warten“: Vor allem Startups mit kleinem Budget, schieben das Thema Internationalisierung (und damit Lokalisierung) zu Beginn gern auf. Gehörst Du auch dazu? Dann solltest Du schnell umdenken, denn Du verpasst eine große Chance, das Wachstum Deines Unternehmens voranzutreiben – wenn auch nicht jetzt, dann vielleicht in naher Zukunft. Und das sollte gut vorbereitet sein.

Wenn Du also den Schritt auf das internationale Parkett in Zukunft nicht ausschließt, solltest Du bereits jetzt sicherstellen, dass beispielsweise das CMS, auf dem Deine Webseite basiert, international verwendet werden kann. Denn, bereits mit der Wahl der technischen Basis entscheidet sich, ob eine Lokalisierung zukünftig ohne Probleme funktioniert.

Muss ein Nutzer beispielsweise seine Postleitzahl bei der Bestellung angeben und Du hast nicht von Anfang an, an länderspezifische Formatierungen gedacht, kann eine Registrierung für ihn unmöglich werden. Gleiches gilt für länderspezifische Zahlungsmethoden, oder die Lesbarkeit Deines digitalen Auftritts – nicht in allen Ländern liest man beispielsweise von links nach rechts.

Eine nachträgliche Lokalisierung durch einen Entwickler ist sehr zeitaufwändig und dementsprechend kostenintensiv.

Tipp: Das CMS WordPress ist (meist) nicht nur kostenlos, sondern eignet sich durch entsprechende Plug-Ins ideal für mehrsprachige Inhalte. So kannst du deine Webseite schnell, einfach und mit minimalem Budget internationalisieren und lokalisieren.

 

Tipp #2: Übersetzen? Unbedingt, aber gezielt.

Als junges Startup solltest Du Dein Budget gezielt einsetzen. Voraussetzung dafür ist eine ebenso gezielte Marktanalyse. Finde heraus, welche Märkte für Dein Unternehmen relevant sind. Du solltest Dich dabei auf Märkte konzentrieren, die das größte Potential für Deine Produkte bieten. Einen Markt zu erschließen, nur um „dabei“ zu sein, kostet Dich unnötig Geld (und Nerven).

Mit der Selektion einer begrenzten Anzahl von Zielländern reduziert sich gleichzeitig die Anzahl der Sprachen, die im Lokalisierungsprozess berücksichtigt werden müssen. Dies ist vor allem im Hinblick auf regelmäßige Updates und Funktionserweiterungen wichtig, da hier weitere Übersetzungen anfallen, die Deinen Budgetrahmen schnell sprengen können.

Sprachexperten gehen davon aus, dass es für die meisten Unternehmen ausreicht, sich auf neun Sprachen zu konzentrieren, wenn sie 80 Prozent des Weltmarktes erreichen möchten.

 

Tipp #3: Mensch vs. Maschine

Jeder kennt sie, (fast) jeder nutzt sie: Übersetzungsmaschinen à la Google Translate. Auf den ersten Blick scheinen sie vielleicht die ideale und kostengünstigste Lösung für die Übersetzung Deiner Inhalte zu sein. Aber halt: Da gibt es einen großen Haken:

 

Übersetzungsmaschinen fehlt der Bedeutungszusammenhang. Mehrdeutigkeiten eingegebener Wörter und Bedeutungsnuancen werden von ihnen einfach ignoriert. Dies kann vor allem bei Umgangssprache und länderspezifischen Redewendungen zu einem echten Problem werden:

 

  • Google Translate kennt keine Dialekte,
  • erkennt keine Mehrdeutigkeit, was zu falschen Übersetzungen führt und
  • ist kein Grammatik-Profi, was zu wirren Sätzen führt.

 

Und so wird schnell klar: Mit professioneller Lokalisierung haben die Ergebnisse des automatischen Übersetzers nur wenig zu tun. Einer von vielen Gründen, warum Google Translate nicht das richtige Hilfsmittel für die Internationalisierung ist.

 

Tipp #4: Baue Dir ein relevantes Netzwerk auf

Bei der Erschließung neuer Märkte im Ausland sind kulturelles und sprachliches Knowhow die Basis überhaupt.  Und nicht nur das: Auch rechtliche Rahmenbedingungen der relevanten Länder müssen geprüft und angewandt werden. Um zu verstehen, was für die Lokalisierung für bestimmte Zielländer berücksichtigt werden muss, kann es sinnvoll sein, sich den Zielmarkt vor Ort persönlich anzuschauen, denn so lernst Du Dein neues Publikum – und damit Deine neuen Kunden – am besten kennen.

Kannst Du es Dir nicht leisten vor Ort zu recherchieren, finde unbedingt andere Möglichkeiten, den Markt kennenzulernen. Versuche beispielsweise ein lokales Kontakt-Netzwerk aufzubauen – dank Social Media ist das relativ schnell geschafft. Und es ist kostenlos.

Pflege diese Beziehungen, hole Dir Informationen aus erster Hand und versuche andere Formen der Bezahlung als eine tatsächliche Festanstellung zu finden – Beteiligungen sind hier beispielsweise ein adäquates Mittel.

Auf dem Weg zu internationalem Erfolg ist Lokalisierung essentiell für das Wachstum Deines Startups. Sie ist mehr als nur eine einmalige Übersetzung. Du solltest Sie als einen Prozess betrachten, der Deinem Startup step by step helfen wird, sich am globalen Markt zu etablieren. Die Angst vor Kosten sollte Dich nicht davon abhalten, denn: Weißt Du, wie Du Dein Budget gezielt einsetzt, wird sich Dein Investment mehr als lohnen. Schließlich wartet eine ganz neue Zielgruppe auf Dich, die Deinen Kundenstamm „über Nacht“ auf ein ganz neues Level hebt.

 

Ljubica Negovec
Autor: Ljubica Negovec

Als Geschäftsführerin vom Übersetzungsdienst AlleSprachen in Wien mit einem weiteren Büro in Graz, ist Ljubica Negovec in erster Linie für die Kundenakquise und Mitarbeiterführung zuständig. Außerdem verantwortet sie das Qualitätsmanagement und die sprachliche Entwicklung des Unternehmens.

 



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