Cooperation as the driving force for innovation: Studie Startup Collaboration

11. Februar 2019, 10:48 :: Allgemein | Corporate Services

Autor: Olga Rube

Welche Motivation verbirgt sich hinter der Zusammenarbeit zwischen etablierten Unternehmen und Startups? Und wie können beide Parteien das bestmögliche Resultat aus einer Kooperation schöpfen? Die 2018 erstmals von der internationalen Management- und Technologieberatung Campana & Schott, gemeinsam mit dem Fachgebiet Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität Darmstadt durchgeführten Studie Startup Collaboration nahm sich genau dieser Fragestellung an. Befragt wurden 136 Entscheider auf Management-Ebene sowie Gründer von Startups. Die Erkenntnisse legen nahe, dass Corporates und Startups gleichermaßen von Kooperationen profitieren, wenn auch aus gänzlich unterschiedlichen Beweggründen. Eine Win-Win-Situation also?

Die Kombination aus Old & New Economy schafft Raum für Innovation

 
„Ein Startup ist nicht die kleine Ausgabe eines großen Unternehmens. Gleichzeitig ist ein Corporate Startup aber auch nicht gleichzusetzen mit einem völlig unabhängigen Startup.“ Das Zitat des Stanford- Professors Steve Blank unterstreicht die Bedeutung von Kooperationen zwischen Startups und etablierten Unternehmen: Ein Startup und ein Corporate stellen für sich unabhängige Einheiten dar, aus denen, sofern sie miteinander kombiniert werden, etwas Neues und Einzigartiges entsteht, eine Kreation, die im Idealfall das Beste aus beiden Welten miteinander vereint. Blickt man auf die Historie von Inkubator- und Acceleratorprogrammen, lässt sich feststellen, dass Corporates und Startups sich bereits seit geraumer Zeit gegenseitig ergänzen und voneinander lernen. Seit einigen Jahren haben diese Art von Förderprogrammen für Startups Einzug in etablierten Unternehmen (beispielhaft zu nennen ist der Tech Inkubator Hub:raum der Deutschen Telekom.) Die Etablierung jener Innovationsbrutstätten ist jedoch längst nicht die einzige Form der Kollaboration mit Startups. Etwa 69,9 % der befragten Corporates setzen auf projektbasierte Zusammenarbeit, 34,4 % auf das sogenannte Work Shadowing, bei dem gezielt Mitarbeiter eines Startups für einen bestimmten Zeitraum im Umfeld des Partnerunternehmen arbeiten. Doch was spricht überhaupt für eine Startup – Corporate-Kollaboration?

Vielfältige Motive für eine Partnerschaft

 
Wenn es um Kooperationen zwischen Startups und etablierten Unternehmen geht, könnten die Beweggründe der beiden Parteien vielfältiger nicht sein. Startups versprechen sich von einer Zusammenarbeit mit Corporates den Zugang zu einem großen Netzwerk und die Nutzung der Infrastruktur, aber nicht zuletzt auch die langjährige Erfahrung und fachliche Expertise des Unternehmens, um den Entwicklungsprozess ihres Unternehmens zu beschleunigen. Corporates hoffen auf der anderen Seite darauf, hochqualifizierte Fachkräfte an Bord zu holen, neue Sicht- und Denkweisen in die Unternehmensorganisation zu schleusen, flexible und agile Arbeitsweisen zu erlernen und vom Branchen-Know How des Startups zu profitieren. Denn etablierte Unternehmen stehen oft vor einer großen Hürde: Laut Studie sehen sich über 80 % der befragten Unternehmen mit einem erheblichen Marktdruck konfrontiert. Um in einem hochgradig dynamischen Marktumfeld konkurrenzfähig zu bleiben, ist eine Steigerung der Qualität und der Innovationskraft der angebotenen Services und Produkte unabdingbar.

Erfolgreiche Kooperationen setzen gewisse Spielregeln voraus

 
Zu den Faktoren, die zu erfolgreichen Kooperationen führen, gaben rund 83,7 % der Befragten etwa die klare Definition von Zielvorgaben an, 78,6% beriefen sich auf gemeinsame Visionen und das Bestehen ähnlicher Unternehmenskulturen (66,4 %). Doch Kooperationen bergen nicht nur Erfolg- sondern auch Risikofaktoren. So nannten 50 % der befragten Unternehmen die fehlende Bereitschaft zur Kooperation seitens des eigenen Unternehmens zu den größten Stolpersteinen bei der Zusammenarbeit mit Startups, 37,5 % misskalkulierten die eigenen Aufwände und schätzten die Leistungsfähigkeit des Startups falsch ein. Um die Risikofaktoren auszumerzen, sei ein Abwägen der Erwartungen beider Parteien empfehlenswert.

Die Bilanz: Rund 73,5 % traditioneller Unternehmen ziehen künftig eine Kooperation mit Startups in Betracht. Zwei Drittel der Mitarbeiter in etablierten Unternehmen gaben an, sich durch die Partnerschaft mit einem Startup technische und fachliche Skills angeeignet zu haben, mehr als die Hälfte der Befragten bestätigte die positiven Auswirkungen auf die Arbeitsweise und drei Viertel nannten das Vorantreiben digitaler Innovationen als Resultat der Kooperation mit einem Startup.

 

 

 

Und was sagen unsere Partner?

 

Frank Heimbürger – Head of Digital Solutions, DKV Mobility

Was unseren Entschluss vor rund einem Jahr geprägt hat, Plattformpartner des STARTPLATZ zu werden, war zum einen der Wunsch, unser eigenes Geschäftsmodell zu erweitern, zum anderen aber auch eine neue Entscheidungskultur zu etablieren, um Produkte schneller auf die Straße zu bringen. Zudem waren wir aber auch auf der Suche nach innovativen Startups, von deren kreativer Arbeitsweise wir eine Menge lernen können. Die Zusammenarbeit hat uns eine Menge gelehrt – sei es durch den Austausch von Fachwissen, durch die kritische Reflexion von Sachverhalten, mit denen wir uns beschäftigen oder durch das Kennenlernen junger motivierter Talente, die uns in Sachen Schnelligkeit, Kreativität, Hands-on-Mentalität und Kundenorientierung teilweise Längen voraus sind.”

 

Frank Heimbürger, Head of Digital Solutions bei DKV Mobility
 

Christian von Göler, Mitglied der Geschäftsführung BEST GRUPPE

Kooperationen zwischen StartUps und Corporates haben in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Dies liegt u.a. daran, dass die Gesellschaft erheblich an Komplexität zugenommen hat, die – so merken wir – immer seltener „alleine“ beherrschbar wird. Maßgeblich dazu beigetragen hat die Digitalisierung, die weitreichende Vernetzung von Menschen, der damit mögliche Kenntnisaufbau und in Folge dessen die wachsenden Bedürfnisse. Dies hat auch Einfluss auf die Art der Zusammenarbeit. Agil sein und auf Veränderungen schnell reagieren können. Wie das geht, das stellen StartUps regelmäßig unter Beweis. Einfach mal querdenken und machen, ohne Blick auf die zahlreichen „Wenn“ und „Aber“. So entstehen innovative Produkte und Leistungen, optimierte Prozesse und Organisationen für die Welt von morgen. Mit den Corporates, deren umfassenden Markt- und Produktkenntnissen, weitreichenden betriebswirtschaftlichen Erfahrungen sowie nicht zuletzt dem erforderlichen Kapital, kommt die erforderliche unternehmerische Gelassenheit ins Spiel. Die Kombination dieser Stärken schafft Synergien, von denen beide Parteien profitieren.”

 

Christian von Göler, Mitglied der Geschäftsführung, BESTGRUPPE
 

Santosh Satschdeva – Co-Founder MySchleppApp

“Kooperationen zwischen Startups und Corporates ermöglichen es, Geschäftsmodelle und Produkte schneller und einfacher zu testen und Pilotprojekte schneller umzusetzen. Das liegt zum einen daran, dass Startups  meist in Sachen Technologie und Innovation punkten und ein hohes Maß an Flexibilität mitbringen, wohingegen Corporates über einen großen Kundenstamm, die nötigen finanziellen Mittel und eine funktionsfähige Infrastruktur verfügen. Die Kombination dieser Stärken schafft Synergien, von denen beide Parteien profitieren – ob es die Erhöhung des Qualitätsstandards eines Produktes ist oder die Kundengewinnung und Steigerung des Umsatzes.”

 

Santosh Satschdeva, Co-Founder von MySchleppApp
 

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