Accelerator Alumni: Foxbase in der Future City Langenfeld

14. September 2016, 09:34 :: Accelerator | Allgemein

Autor: Victoria Blechman

Als eines der ersten Teams des STARTPLATZ Accelerators in Düsseldorf haben Carsten und Ben von FoxBase sich auf die Fahne geschrieben, Kunden bei der Suche nach erklärungsbedürftigen Produkten (bspw. Elektronikartikel) Online-Kaufberatung und konkrete Produktempfehlungen zu geben.

Mit ihrem Startup sind Ben und Carsten nun beim Projekt „Future City Langenfeld“ mit an Board. Dort werden in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Interessensgruppen an Innovationsprojekten gearbeitet, um den Handel für eine digitale Zukunft zu wappnen. Langenfeld bietet einen Raum, an dem Szenarien für die Handelsbranche erarbeitet werden können und das interdisziplinär und kooperativ mit engagierten Bürgern und Händlern, innovativen Unternehmen und einer zukunftsorientierten Stadtpolitik.

  1. Wie seid ihr dazu gekommen, bei dem Projekt „Future City“ einzusteigen?

Da unser Motto „Accelerating Omni-Channel Commerce“ ist, haben wir neben unserer B2C-Plattform schon seit unserem Start die White Label Lösung des Einkaufsberaters im stationären Handel geplant.

Im Frühjahr hatten wir dann über den Startplatz einen ersten Kontakt zu Frank Rehme, dem Initiator und Projektleiter von Future City Langenfeld – hier haben wir dann schon mögliche Zusammenarbeitsmodelle gesehen. Mitte des Jahres, als wir den LaptopFox als vollautomatisierte Beratungs-Lösung online hatten, haben wir dann konkrete Gespräche mit Frank Rehme, dem City Manager von Langenfeld und dem Filialleiter vom MediMax gesucht. Erfreulicherweise waren alle sehr offen für neue Ideen bzw. überzeugt vom Potenzial unserer Lösung, sodass wir uns schnell auf einen ersten Markttest einigen konnten.

  1. Im Rahmen des Projektes soll Langenfeld auf die Herausforderungen der Zukunft, besonders im Handel, vorbereitet werden. Vor welchen Herausforderungen stehen wir?

Hierzu könnte man jetzt natürlich mehrere Bücher schreiben, wir versuchen es aber mal möglichst einfach und kurz zu halten.

Im Allgemeinen nutzen wir in diesem Zusammenhang gerne das Bild vom „Butterfly-Effect“ – also dass selbst zu Beginn scheinbar kleine Ursachen ungeahnte und unberechenbare Folgen haben können. Die Ursachen hier sind die allgemeine Digitalisierung des Handels, die „Category-Killer“ (bspw. Amazon, Zalando), neue Geschäftsmodelle (bspw. Handel mit Fokus auf Finanzierung) und der starke Kunden-Fokus auf den Preis durch die Online-Transparenz. Insgesamt hat sich hierdurch das Such- und Einkaufsverhalten der Konsumenten schon sehr stark verändert und wird sich auch noch in Zukunft weiter und viel stärker verändern.

Und dies ergibt dann die folgenden strategischen Fragen für den Handel:

  • Was ist die Customer Journey in meinem spezifischen Segment?
  • Wie kann ich mich außerhalb vom Preis relevant differenzieren?
  • Wie bekomme ich den Kunden in meine Filiale und dann auch zum Kaufabschluss?

Hierzu wiederum belegen Studien, dass Beratung das wichtigste Kriterium für Einkaufen in der Zukunft ist.  Und hier noch weitere Fakten, die das Problem gut beschreiben – und zwar aus der wichtigsten Perspektive, der Konsumentenperspektive:

  • 2/3 aller Konsumenten nutzen das Internet für Produktrecherche
  • 1/3 der Konsumenten kaufen stationär nach einer Online-Recherche, weil sie sich noch persönlich beraten lassen wollen
  • Aber nur 1/3 aller Konsumenten fühlen sich bei Fragen gut beraten

Allein die obigen Fakten zeigen schon die Herausforderungen auf, bieten aber eben auch große Potenziale für den Handel, online wie offline. Außerdem sei erwähnt, dass rund 20 Mio. e-Commerce-Kunden allein in Deutschland Interesse haben an Beratung.

  1. Wie geht ihr diese Herausforderungen an?

Das wichtigste ist grundsätzlich der Omni-Channel-Ansatz – der Handel muss also den Kunden entlang seiner Journey über alle Kanäle optimal begleiten, um am Ende auch den Verkauf tätigen zu können.

Für das Thema Einkaufsberatung bieten wir diesbezüglich verschiedene White Label Lösungen an: Einerseits für den Online-Shop und andererseits für den stationären Handel, also die Version, die wir auch in Langenfeld testen. Beim sogenannten Laptop-Finder gibt es eine Station direkt am Laptop-Regal, die der Kunde selbst alleine bedienen, aber auch durch den Verkäufer als Unterstützungs-Tool genutzt werden kann. Hierbei beantwortet der Kunde einige, wenige Fragen und bekommt direkt eine konkrete Empfehlung von drei Laptops, die für den Kunden das persönlich beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Der Laptop-Finder bietet für die Filiale verschiedene Chancen:

  • Die immer gleich hohe Beratungsqualität über alle Verkäufer
  • Eine stetig hohe Beratungsverfügbarkeit
  • Kundenbegeisterung durch eine innovative Beratungsform
  • Mehr Kaufabschlüsse nach kürzerer (Anschluss-)Beratung

 

  1. Wann kann man Euren Laptop-Finder in Langenfeld testen?

Schon seit drei Wochen und mindestens auch noch bis Ende September. Und die ersten Feedbacks der Mitarbeiter und Kunden sind durchwegs positiv.

LaptopFox im MediMax Langenfeld

 

  1. Hättet ihr gedacht, dass ihr an einem so wichtigen, zukunftsweisenden Projekt mitarbeiten würdet?

Gewünscht ja, gedacht nein. Für uns als Startup ist es natürlich eine super Chance, im Rahmen eines solchen Projektes unser Produkt direkt am Kunden testen zu können.

  1. Welche persönlichen Chancen seht ihr in dem Projekt?

Im ersten Schritt möchten wir natürlich lernen und wissen, was wir an unserer Lösung noch optimieren können – hierzu machen wir auch eine Marktforschung mit Verkäufern wie mit Kunden. So möchten wir auch beweisen, dass der Handel durch unsere Lösung einem Teil der Herausforderungen begegnen und auch die entsprechenden Chancen nutzen kann.

Mit diesem Wissen möchten wir dann skalieren: Also den Laptop-Finder auf weitere Filialen/Händler ausrollen und ähnliche Lösungen für weitere Produktkategorien platzieren. Denn unser selbst entwickelter Algorithmus ist so flexibel, dass wir für verschiedenste Produkte hochwertige Beratungslösungen schnell entwickeln können.

 



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