Gründerinnen im Interview - The Changer

Nadia Boegli – Gründerinnen im Interview

6. Mai 2016, 08:29 :: Allgemein

Autor: Victoria Blechman

Startup Name: The Changer

Team (Namen): Nadia Boegli, Nicole Winchell, Naomi Ryland

Teamgröße: 3 Gründerinnen, 1 Festangestellter, 2 Praktikanten, und ein paar Freelancer

Die Idee in 2-3 Sätzen:  Information, Inspiration, Karriereplattform für alle, die eine Karriere mit sozialer Wirkung anstreben.

Ideenstart: Die Webseite haben wir April 2014 gelauncht. Angefangen an der Idee zu arbeiten haben wir 2013.

Der nächste Meilenstein: Ein Investment. Wir möchten dieses Jahr noch in London und New York durchstarten.

 


1. Könnt ihr The Changer mit weniger als 50 Wörtern beschreiben?

[Nadia:] The Changer ist eine Online Community für Menschen, die nach einer Karriere mit sozialer Wirkung streben. Bei uns findet man Jobs im sozialen Sektor (NGOs, Stiftungen, Social Startups), kann sich bei regelmäßigen Hangouts mit Gleichgesinnten verbinden, sich über den Sektor informieren und sich für Gutes engagieren.

 

 2. Was hat euch motiviert zu gründen?

[Nadia:] Die Motivation kam eigentlich daher, dass wir selbst nach dem Studium alle auf der Suche nach Social Impact Karriere waren. Da diese damals aber nicht einfach auf einer Seite auffindbar waren, wollten wir dieses Problem lösen. Zusätzlich wurden wir vom klassischen Startup Sektor inspiriert, indem es ein Netzwerk gibt, man sich gegenseitig hilft und sich regelmäßig austauscht. Wir wollten dies auch für den sozialen Sektor ermöglichen, da gerade hier der Austausch sehr hilfreich sein kann. Daher bieten wir monatliche Hangouts in Berlin und anderen Städten an.

 

 3. Was glaubt ihr, ist der Grund, warum es weniger Gründerinnen als Gründer gibt?

[Nadia:] Wenn wir aus eigener Perspektive sprechen, würde ich sagen, dass der Grund oft etwas mit Risikofreudigkeit zu tun hat. Frauen sind möglicherweise weniger risikofreudig als Männer und bleiben oft in „sicheren“ Jobs. Ich glaube eine große Rolle spielt hier auch oft das Selbstbewusstsein. Zumindest war das bei uns lange so.

 

4. Gründen Männer anders als Frauen?

[Nadia:] Schwer zu sagen. Ich glaube Frauen gründen öfter ein Unternehmen, was ein Problem lösen soll, was sie vielleicht selbst wahrgenommen haben. Männer analysieren vielleicht eher den Markt und suchen sich das beste skalierbare Problem, was am meisten Profit abwerfen kann. Das ist jedoch eine Vermutung.

 

5. Was glaubt ihr muss sich in der Startup-Szene verändern, damit mehr Frauen gründen?

[Nadia:] Ich persönlich würde nicht sagen, dass sich in der Startup-Szene viel ändern muss, sondern eher in der Gesellschaft an sich. Das fängt in der Schule an. Generell sollten Schulen und Unis mehr auf Unternehmertum bauen, mehr Raum für eigentliche Verwirklichung lassen und junge Frauen, wie auch Männer, über ihre Möglichkeiten außerhalb der traditionellen Berufswege informieren. Somit würde es mehr Gründerinnen geben, mehr Investorinnen, mehr Entwicklerinnen und vielleicht generell ein ausgeglicheneres Bild im Startup Sektor.

 

6. Was für Möglichkeiten und Angebote für Gründerinnen gibt es bereits und haltet ihr diese für sinnvoll?

[Nadia:] Wir persönlich haben uns nie mit Programmen beschäftigt, die ausschließlich für Frauen sind. Das Beste, was man meiner Meinung nach machen kann, ist, sich mit anderen Gründerinnen auszutauschen. Früher gab es die Berliner Geekeltes, die sich regelmäßig getroffen haben, darüber haben sich viele Mentor-Beziehungen ergeben, die auch heute noch bestehen, und sicherlich hilfreich und inspirierend sind. Wer sich gerne mit uns austauschen möchte, kann dies sehr gerne tun. Kommt einfach zum nächsten Hangout in Berlin. Das Datum findet ihr auf unserer Facebook Seite.

 

 7. Was macht eurer Meinung nach eine erfolgreiche Gründerin aus?

[Nadia:] Das Gleiche, wie einen Gründer auch, das richtige Team, Fokussierung, nicht zu schnell wachsen, sich nicht selbst ausbeuten.

 

 8. Gibt es für euch ein weibliches Vorbild in der Gründerszene?

[Nadia:] Ja es gibt einige. Einmal unsere Freundin Lisa Jaspers von Folkdays, die einfach mit so viel Herz genau das Richtige macht. Dann Nora und Susann, von Edition F, die nicht nur Gründerinnen unterstützen, sondern auch immer wieder Inspiration liefern.



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  • Monday, 29.11.21, 18:00 - 21:00 Uhr
  • remote, rheinland-pitch@startplatz.de

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  • STARTPLATZ, Remote

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  • STARTPLATZ, Im Mediapark 5, 50670 Köln

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