Gründerinnen im Interview - Wundercurves

Gründerinnen im Interview – Wundercurves

9. Juni 2016, 20:00 :: Gastbeitrag | Rheinland-Pitch

Autor: Victoria Blechman

Startup Name: Wundercurves

Euer Unternehmen in aller Kürze:      #Plus-Size   #Shopping   #Bodylove

Team (Namen): Nane, Stephan, Uli, Simon, Oliver, Reiner, Matthias

Teamgröße: 7 – stetig wachsend

Die Idee in 2-3 Sätzen: Wir haben das Ziel, der modernen kurvigen Frau mit Konfektionsgröße 40+ ein einfaches, unkompliziertes und schnelles Shoppingerlebnis zu ermöglichen. Dazu werden sowohl alle Plus-Size-Marken als auch die großen Größen aller gängigen Labels auf einer Seite gebündelt. Mit unserem Wundercurves-Magazin sollen kurvige Ladies dabei auch ihre Leidenschaft zur Mode ausleben können, indem sie sich von den neusten Trends, Entwicklungen der Plus-Size-Szene, Outfitvorschlägen und Tipps und Tricks für ihren speziellen Figurtyp inspirieren lassen.

Ideenstart: Sommer 2015

Der nächste Meilenstein: Den Nebenberuf zum Hauptberuf machen

Lieblings-Prokrastination: Plus-Size-Blogs durchstöbern

Warum STARTPLATZ: Tolles, großes Netzwerk mit vielen anderen Startups, sympathisches Team und eine einzigartige Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen.

 


1. Was hat euch motiviert zu gründen?

[Nane:] Wir haben selbst oder in unserem Freundeskreis die Erfahrung gemacht, wie schwer es ist, angesagte und tolle Plus-Size-Mode zu finden. Im stationären Einzelhandel ist es die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen, online müssen sich Frauen endlos durch die verschiedenen Shops und Blogs klicken, um trendige Mode für sich zu finden. Warum soll es für kurvige Menschen schwerer sein, sich toll anzuziehen? Das ist ein Unding, gerade weil mehr als die Hälfte der Frauen mittlerweile Konfektionsgröße 40+ trägt.

 

2. Was glaubt ihr, ist der Grund, warum es weniger Gründerinnen als Gründer gibt?

[Nane:] Hier spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Das reicht von fehlendem Selbstvertrauen, geringerer Risikobereitschaft über fokussierte Familienplanung bis hin zu dem nicht tot zu kriegenden Chauvinismus innerhalb der Business-Szene. Letzteres ist ein nicht zu unterschätzendes Problem, denn gerade wenn der Wunsch zum Gründen vorhanden ist, gibt es nichts Frustrierenderes, als nicht ernst genommen zu werden.

 

3. Gründen Männer anders als Frauen?

[Nane:] Die meisten Männer scheinen schneller und risikofreudiger zu gründen, dabei hauen sie mit der Faust auf den Tisch. Viele Frauen sind überlegter, vorsichtiger, spielen dafür aber mehr Szenarien durch und umgehen so mögliche Stolperfallen.

 

4. Was glaubt ihr muss sich in der Startup-Szene verändern, damit mehr Frauen gründen?

[Nane:] Meinem Eindruck nach ist es nicht zwingend die Startup-Szene, die sich hier verändern muss. Beschäftigt man sich mit dem Thema, stößt man schnell auf etliche Angebote und Vernetzungsmöglichkeiten der Szene, die speziell an Frauen gerichtet sind. Veränderungen müssen vor allem in den Köpfen der öffentlichen Institutionen und Kreditgebenden, aber auch in den Universitäten stattfinden, die nicht nur im Rahmen eines Betriebswirtschaftsstudiums auf die Möglichkeit des Gründens eingehen sollten, oder auch bei der Auswahl der Beitragsredner auf großen Veranstaltungen, egal ob Startup-Szene oder nicht. Das Verständnis von der Frau in der Geschäftswelt muss sich ändern und ihnen muss, gerade im öffentlichen Diskurs, mehr Vertrauen entgegen gebracht werden. Aber auch die Frauen an sich müssen sich mehr zutrauen. Wir brauchen mehr Vorbilder, die uns ermutigen und zeigen, wo die Probleme liegen und wie sie gelöst werden können.

 

5. Was für Möglichkeiten und Angebote für Gründerinnen gibt es bereits und haltet ihr diese für sinnvoll?

[Nane:] Es gibt etliche Angebote für Gründerinnen, von gezielten Workshops über regelmäßige Stammtische bis hin zu großen Gruppen, die sich digital finden und vernetzen. Jedes einzelne Angebot hat dabei durchaus seine Daseinsberechtigung, Unterstützung ist immer sinnvoll. Gerade beim Gründen gibt es nichts Besseres als ein großes Netzwerk – und wenn dir einmal geholfen wurde, dann hilfst du auch anderen. Es ist der beste Weg, um gemeinsam das gesellschaftliche Bild der Frau zu verändern.

 

6. Im Januar 2016 wart ihr Gewinner des Rheinland-Pitches. Was hat sich danach für euch verändert?

[Nane:] Vor allem haben wir gelernt, was beim Ansprechen von Investoren wichtig ist. Es war ein tolles Training für gerade anstehende erste Investorengespräche. Wir haben hilfreiche Tipps bekommen und konnten interessante Kontakte knüpfen.

 

7. Was macht deiner Meinung nach eine erfolgreiche Gründerin aus?

[Nane:] Selbstvertrauen, Risikobereitschaft, Durchhaltevermögen und gutes Netzwerken. Das trifft sowohl auf Männer als auch auf Frauen zu.

 

8. Gibt es für dich ein weibliches Vorbild in der Gründerszene?

[Nane:] Ein Vorbild ist ein großes Wort. Es gibt viele bewundernswerte Frauen, die es geschafft haben, etwas Großartiges auf die Beine zu stellen. Gerade zum Thema Vorbilder kommt mir eine Gründerin in den Sinn: Susanne Harnisch mit der jungen Filmproduktion pikofilm aus Hamburg. Gerade die fünfteilige Webvideo-Serie roleUp! war sehr beeindruckend. Hier wurden Frauen in der Kreativbranche portraitiert. Dabei standen auch einige Frauen im Mittelpunkt, die sich in Männerdomänen behaupten müssen. Definitiv einen Blick wert!



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