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- Maurice Guss
9. September 2026, 16:36 :: Allgemein | Community | Startups
Autor: Nele Franken
Female Founders Summit Düsseldorf 2026: Warum Gründerinnen mehr als eine Bühne brauchen
Am 7. September 2026 fand der Female Founders Summit erstmals im STARTPLATZ Düsseldorf statt – mit Keynotes, drei Startup-Pitches, einer offenen Paneldiskussion über Wachstum ohne Investoren und einer Gründerinnenmesse zum Abschluss. Der Nachmittag hat einmal mehr gezeigt, wie viel Substanz in der Gründerinnen-Community steckt.
Sechs Stunden, ein voller Raum in der Speditionstraße und ein Programm, das bewusst nicht bei Inspiration stehen geblieben ist: Der Female Founders Summit Düsseldorf war Teil der Startup Week Düsseldorf und hat Gründerinnen aus ganz Nordrhein-Westfalen zusammengebracht – zum Zuhören, zum Pitchen und vor allem zum Reden über die Dinge, die im Gründerinnenalltag wirklich weh tun. Durch den Nachmittag führte Carolin Gattermann.
Den Auftakt machten zwei Keynotes, die unterschiedlicher kaum sein konnten – und sich genau deshalb so gut ergänzt haben.
Fee Kalter von NAP! startete mit dem Thema, das viele Gründerinnen begleitet, aber selten auf einer Bühne landet: dem eigenen Zweifel. Unter der Überschrift „Own Your Space“ ging es darum, den eigenen Platz nicht zu erbitten, sondern einzunehmen – und wie sich Sichtbarkeit aufbauen lässt, ohne sich dabei zu verbiegen.
Elisabeth Schloten, Gründerin von KuroVia, gab anschließend Einblicke in ihre eigene Gründungsgeschichte: welche Entscheidungen sie rückblickend anders treffen würde, wo sie unterschätzt wurde und was sie aus Rückschlägen mitgenommen hat. Kein Highlight-Reel, sondern ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen – genau das, was den Unterschied macht, wenn man selbst gerade mitten in der Aufbauphase steckt.
Im Pitch-Block traten drei Startups an: TradeComply, EPINOIA und Calilu Health GmbH stellten ihre Geschäftsmodelle vor einer Jury und dem Publikum vor – jeweils mit anschließendem Q&A.
Die Jury bestand aus Gioacchino Aquilino und Christiane Knoll von der Wirtschaftsförderung Düsseldorf und dem INSPIRE!-Netzwerk. Am Ende überzeugte Calilu Health und gewann den Pitch-Wettbewerb – und damit auch das Ticket ins Winterfinale des Rheinland-Pitch. Herzlichen Glückwunsch!
Der offenste Teil des Nachmittags war die Paneldiskussion. Aline Pelzer, Jana Schandua, Kerstin Südmersen und Paulina Vogel diskutierten unter der Moderation von Ekaterina Arlt-Kalthoff über die Frage, die sich in der aktuellen Finanzierungslage viele stellen: Muss es VC sein – oder geht Wachstum auch aus eigener Kraft?
Die Antworten fielen erwartbar unterschiedlich aus, und das war das Wertvolle daran. Bootstrapping bedeutet Kontrolle, aber auch Tempoverlust. Kapital bringt Geschwindigkeit, aber auch Erwartungen, die nicht zu jedem Geschäftsmodell und nicht zu jeder Lebensphase passen. Statt einer pauschalen Empfehlung stand am Ende die Erkenntnis: Die Finanzierungsfrage ist eine strategische Entscheidung – und keine Frage von Ambition.
Nach der Preisverleihung ging der Summit in unsere Gründerinnenmesse über. An den Ständen war Raum für das, was auf Panels selten Platz findet: konkrete Fragen, ehrliche Antworten, erste Kooperationen. Wer nach passenden Kontakten gesucht hat, hat sie hier gefunden – bei Catering und in entspannter Atmosphäre.
Den Female Founders Summit Düsseldorf haben wir gemeinsam mit Partnern realisiert, die Female Entrepreneurship in NRW wirklich voranbringen:
Ein Dankeschön geht außerdem an Manor Lux, LL.M. für die Fotografie des Nachmittags.
Für uns als STARTPLATZ war dieser Nachmittag ein weiterer Beleg dafür, warum wir Räume für Gründerinnen schaffen wollen: Räume, in denen Herausforderungen offen angesprochen werden und echte Verbindungen entstehen – nicht nur Visitenkartenstapel.
Der Female Founders Summit geht weiter. Wer beim nächsten Mal dabei sein, pitchen oder mit einem Stand auf der Gründerinnenmesse ausstellen möchte, findet alle kommenden Termine in unserem Eventkalender.