Startup Grind Düsseldorf mit Peter Bollenbeck von InVision - STARTPLATZ

Startup Grind Düsseldorf mit Peter Bollenbeck von InVision

24. Mai 2017, 09:49 :: Gastbeitrag

Autor: Carolin Gattermann

Selbst wenn es dieses Mal keinen Fireside Chat gegeben hätte, wären vermutlich alle Gäste happy gewesen: Das InVision Headquarter im Düsseldorfer Medienhafen in direkter Nachbarschaft zum STARTPLATZ ist stylisch, modern, hell, sehr grün (da fühlen wir uns direkt heimisch) und es gab hervorragendes Essen aus der hauseigenen Küche. Hier fühlt man sich sofort wohl und merkt, dass „Mitarbeiter zuerst“ (der erste Satz, der einem ins Auge springt, wenn man die Website aufruft) hier auch gelebt wird.

Ein Startup ist InVision eigentlich nicht mehr, gestartet sind sie zu dritt bereits Ende der Neunziger. Wer aber einmal Fuß in das Gebäude gesetzt hat oder mit einem der über 100 Mitarbeiter spricht, merkt schnell, dass der Startup Spirit hier mehr gelebt wird, als in manchen „echten“ Startups. Was InVision macht? Cloud-Software zum Workforce Management für Callcenter und Cloud-basiertes E-Learing für Callcenter Profis.

„Dieses Büro ist eine Abbildung unserer Arbeitsweise“

Zu Anfang war InVision ganz ‚normal’ hierarchisch organisiert. Mittlerweile sind sie jedoch weg von dieser Art Organisation und geben deutlich mehr Verantwortung an jeden einzelnen Mitarbeiter. Das zeigt sich auch in der ‚Sitzordnung’. Peter hat nicht etwa ein eigenes Geschäftsführerbüro mit Blick über den Medienhafen: Das haben hier alle Mitarbeiter, wenn sie wollen. Denn feste Plätze gibt es hier nicht, jeder kann sich frei bewegen und arbeiten, wo er gerade möchte – oder auch mal in der Schlafkoje einen Powernap einlegen. „Wir sind sehr stark auf Colocation ausgelegt – innerhalb eines Teams mit einer großen Bandbreite sprechen, das ist unser Standardmodus.“

„Wahnsinnig strategisch war das alles nicht, was wir zu Anfang gemacht haben“

Im Gespräch war Peter erfrischend ehrlich: „Wir haben auch nicht immer alles richtig gemacht, im Laufe unseres Transformationsprozesses haben wir leider einige gute Leute verloren. Aber wir haben daraus gelernt.“ Zu diesen Aussagen passt auch die gesamte Büroumgebung. „Dieses Büro ist eine Abbildung der Art, wie wir arbeiten“, erklärt Peter. Beim Rundgang fällt uns auf: An einer Wand steht in leuchtenden Neonlettern „fail“, an einer anderen „disobey“. Danach leben und arbeiten sie hier: Fehler machen und daraus lernen! Peter verrät, dass sie von Anfang an immer agil gearbeitet arbeiten. Auch, wenn in der Anfangszeit so etwas wie „lean“ noch gar nicht en vogue war, haben sie immer verschiedene Wege und Produkte ausgetestet und auch immer wieder Fehler gemacht – gelernt Teams besser zusammenzusetzen, Kontext zu ändern etc. Von Dotcom Blase über Finanzkrise haben die InVision Gründer so ziemlich alles mitgenommen. „Das hat uns grundlegende Techniken im Krisenmanagement gelehrt. Zum Beispiel zum Vermieter zu fahren und zu sagen ‚Wir haben kein Geld’ und dann gemeinsam versuchen, eine Lösung zu erarbeiten. Das waren sehr wertvolle Erfahrungen!“ Eine leane und agile Arbeitsweise hat sich hier immer ausgezahlt.

„Vom Silicon Valley sind wir weit entfernt!“

InVision engagiert sich viel in der Düsseldorfer Startupszene, aber Peter merkt direkt an, dass die Aktivitäten hier immer noch viel zu wenig sind. Ihm gefällt, dass es mittlerweile viele Aktivitäten und Initiativen gibt, um das Ökosystem zu stärken, er stellt aber fest: „Vom Silicon Valley sind wir weit entfernt – eine industrielle Verarbeitung von Gründung und industrielles Portfoliomanagement haben wir bisher nicht. Es entwickelt sich gerade, wir sehen die ersten zarten Pflänzchen, aber zwischen hier und Kalifornien liegen wirklich noch Welten.“

Auf den Medienhafen angesprochen antwortet er: „Silicon Harbour – Ich mag den Namen! Trivago wertet den Hafen nochmal auf und wird dazu führen, dass er noch mal anders wahrgenommen wird, als vorher – mit einem deutlicheren Medien- und Tech-Touch. InVision, Trivago und STARTPLATZ hier im Hafen – ich will nicht unbedingt Bermudadreieck sagen, aber irgendwie hat es was davon!“ In diesem Sinne: Auf gute Nachbarschaft :)

 

Startup Grind Düsseldorf InVision Peter Bollenbeck

 

Alle genießen das leckere Essen in der Küche

 

Leckeres Essen aus der hauseigenen Küche

 

Toller Blick auf den Medienhafen

 

Einer der vielen außergewöhnlich designten Räume bei InVision

 

„Fail“ und „Disobey“ leuchtet an den Wänden

 

 

 

 

Beim Networking gesellt sich Peter mit dazu

 

 



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