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1. September 2026, 09:20 :: Allgemein | Künstliche Intelligenz | Startups
Autor: Gastautor
Seit ChatGPT und Googles AI Mode einen Teil der Suche übernehmen, hört man den Satz „Keyword-Recherche ist tot“ wieder häufiger. Er stimmt natürlich nicht. Was sich geändert hat, ist der Zweck: Keywords sind heute weniger eine Liste von Begriffen, auf die du optimierst, und mehr eine Landkarte der Fragen, die deine Zielgruppe stellt. Genau diese Landkarte brauchst du, wenn du in KI-Antworten vorkommen willst. Dieser Artikel zeigt, warum das so ist, und mit welchen Tools Teams das praktisch lösen.
Früher lief Suche ungefähr so: ein Nutzer, eine Suchanfrage, zehn blaue Links. Wer für diese eine Suchanfrage rankte, bekam den Klick. Keyword-Recherche bedeutete deshalb vor allem, das Suchvolumen einzelner Begriffe zu vergleichen.
Dieses Modell greift nur noch zur Hälfte. Ein wachsender Teil der Nutzer stellt keine Suchanfrage mehr, sondern eine Frage in ganzen Sätzen, oft mit Kontext und Folgefragen. Die Antwort kommt nicht als Liste, sondern als Text, in dem einige Marken vorkommen und viele nicht.
Das Missverständnis ist, daraus zu schließen, Keywords hätten sich erledigt. Das Gegenteil passiert.
Wenn du ein KI-System etwas fragst, sucht es nicht einmal. Es zerlegt deine Frage in mehrere Teilfragen, sucht zu jeder einzeln, und baut aus den Ergebnissen eine Antwort. Google nennt dieses Vorgehen in seinem AI Mode Query Fan-out.
Ein Beispiel. Aus „Welches Coworking passt für mein Team in Köln?“ werden im Hintergrund Suchanfragen wie „Coworking Köln Preise“, „Teambüro Köln 5 Personen“, „Coworking Köln Vertragslaufzeit“ oder „Coworking Köln Erfahrungen“. Keine davon hat der Nutzer getippt. Sichtbar wird in der Antwort, wer für diese Teilfragen inhaltlich vorkommt.
Und damit ist Keyword-Recherche wieder genau das richtige Werkzeug. Denn diese Teilfragen sind nichts anderes als Long-Tail- und fragebasierte Keywords, also exakt das, was ein Keyword-Tool ausgibt. Wer die Fragen rund um sein Thema kennt, kennt das Feld, in dem die KI sucht. Wer nur seine fünf Haupt-Keywords kennt, sieht davon fast nichts.
Praktische Konsequenz: Sortiere deine Recherche nicht mehr nur nach Suchvolumen, sondern nach Fragen. Ein Begriff mit 20 Suchanfragen im Monat kann als Teilfrage in hunderten KI-Antworten auftauchen.
Fragebasierte Keywords sind der direkteste Zugang zur Prompt-Recherche, den es gibt. Sie zeigen, wie Menschen ein Thema in natürlicher Sprache formulieren, und genauso formulieren sie es auch gegenüber ChatGPT oder Perplexity. Wer diese Begriffe sammelt, hat die halbe Prompt-Liste schon beisammen.
Der zweite Schritt ist die Kontrolle: Kommt deine Marke in den Antworten auf diese Prompts überhaupt vor? Das lässt sich messen, und hier unterscheiden sich die Tools deutlich. Manche haben das Tracking der Sichtbarkeit in KI-Antworten im Basistarif, andere verkaufen es als Add-on, und manche haben es nur angekündigt.
Keyword-Recherche ist kein abgeschlossener Arbeitsschritt, sondern der Anfang einer Kette. Auf die Recherche folgt das Gruppieren in Themen, daraus entstehen Inhalte, danach willst du wissen, ob die Rankings sich bewegen, ob die Seite technisch sauber ist, und ob deine Marke in KI-Antworten auftaucht.
Ein Tool, das nur den ersten Schritt abdeckt, gibt dir am Ende eine CSV-Datei. Alles danach passiert woanders, mit neuem Login, neuem Datenstand und neuem Abo. Für einen Solo-Gründer mit einer Website kann das aufgehen. Für Inhouse-Teams und Agenturen rechnet es sich meist nicht, weder beim Preis noch beim Aufwand.
Deshalb ist die interessantere Frage nicht „Welches Keyword-Tool ist das beste?“, sondern „Welches Tool trägt meine Keyword-Liste bis zum Ergebnis?“. Das Keyword Recherche Tool von SE Ranking ist hier die naheliegendste Wahl, weil die Recherche direkt im selben Tarif weiterläuft: Keywords wandern ins Clustering, in die Wettbewerbsanalyse, in den Content-Editor und ins tägliche Rank Tracking. Für die Suchvolumen kombiniert SE Ranking Google-Daten mit anonymisierten Clickstream-Daten und löst von Google gruppierte Keywords per NLP wieder auf, für den DACH-Markt kommen lokale Datenquellen hinzu. Das KI-Prompt-Tracking liegt nicht als Zusatzprodukt daneben, sondern gehört zum Core-Tarif.
Fang klein an. Nimm dein wichtigstes Thema, sammle 20 bis 30 fragebasierte Keywords dazu, und sortiere sie nach den Fragen, die ein Kunde vor dem Kauf wirklich stellt. Das ist gleichzeitig deine erste Prompt-Liste. Danach prüfst du, ob du in den Antworten darauf vorkommst.
Und ein Vorbehalt zum Schluss, der für alle Keyword Recherche Tools gilt: Suchvolumen sind modellierte Schätzungen, keine Messwerte. Sie taugen zum Vergleich zwischen Keywords, nicht zur Umsatzplanung. Prüf Preise und Limits außerdem vor dem Kauf selbst nach, in dieser Kategorie ändern sie sich schneller als die Vergleichstabelle oben.