Die vier P’s des Marketing – schnell und einfach erklärt! - STARTPLATZ

Die vier P’s des Marketing – schnell und einfach erklärt!

15. September 2019, 14:00 :: Community

Autor: Josefine Brüster

Wer sich mit Marketingstrategien auseinandergesetzt hat, der wird bestimmt schon einmal von den sogenannten 4 P‘s oder vom Marketing-Mix gehört haben. Unter diesem Begriff werden alle Entscheidungen und Handlungen einbezogen, welche zu einer erfolgreichen Vermarktung von Dienstleistungen und Produkten führen. Ein optimaler Marketing-Mix ist der Schlüssel zum Erfolg für jedes junge Unternehmen.

Für Start-Ups: Warum ist der Marketing-Mix so wichtig?

 
Jedes Unternehmen benötigt am Anfang eine konkrete Unternehmensstrategie. Diese beinhaltet die Ziele einer Firma, was langfristig erreicht werden soll und was das Unternehmen ausmacht. Besonders Startups sollten sich im Vorfeld über eine Strategie klar sein. Der Weg, um diese Ziele zu erreichen, wird auch Taktik genannt. Zu diesen taktischen Handlungen zählt auch der Marketing-Mix. Jedes junge Unternehmen muss sich nach dem Festlegen einer Strategie, für eine Taktik entscheiden. Es ist deshalb wichtig für Startups, die vier P’s zu kennen und sie anwenden zu können.

Der Marketing-Mix nach E. Jerome McCarthy

 
Das Konzept vom Marketing-Mix wurde 1960 von E. Jerome McCarthy entworfen. Es beinhaltet folgende vier P´s und stammt aus dem Englischen:

  • Product
  • Price
  • Place (Distribution)
  • Promotion (Kommunikation)

Für eine erfolgversprechende Taktik, sollten im Marketing-Mix die vier P’s nacheinander abgearbeitet werden. Die Reihenfolge, in der dies geschehen sollte, stimmt mit der nachfolgenden überein. Ein Beispiel, wie sie konkret angewendet werden, gibt es hier.

1.    Product (Produktpolitik)

 
Ist erst einmal die Zielgruppe klar definiert, muss das richtige Angebot gefunden werden. Das Produkt bildet die Basis des Marketing-Mix und ist somit das wichtigste P: Es muss überzeugen und einen Mehrwert sowie Kundennutzen beinhalten. Wenn diese Kriterien nicht erfüllt sind, wird es sich langfristig nicht etablieren können. Zur Produktpolitik gehören folglich alle Prozesse, die sich mit der Auswahl, Entwicklung und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen befassen. Menge, Qualität und Produktdesign sind ein weiterer Teil des Marketing-Mixes. Diesbezüglich gilt es einige grundsätzliche Fragen im Vorfeld zu klären: Soll das Produkt in unterschiedlichen Ausführungen angeboten werden? Wie soll es sich von anderen Produkten auf dem Markt differenzieren? Soll es einer Marke angehörig sein?

  • Produkt-Dienstleistung-Kontinuum: Gibt es einen Zusammenhang zwischen den materiellen Gütern und einer Dienstleistung (z.B. Lieferung, Installation, Reparatur, Schulung, Verkauf, etc.)?
  • Produktklassifizierung: Ist es ein Consumer-Product (B2C), wie z.B. ein Regenschirm, oder handelt es sich um ein Business-Product (B2B), wie z.B. Bürobedarf.
  • Produktlebenszyklus: Ein Produkt hat normalerweise fünf Lebenszyklen, außer es wird vorher vom Markt genommen: Entwicklung, Markteinführung, Wachstumsphase, Sättigung, Degeneration.

2.     Price (Preispolitik)

 
Fast so wichtig wie das Angebot ist der Preis als entscheidendes Element im Marketing-Mix. In diese Kategorie gehören neben Produktpreis auch Rabatte, Finanzierungsmöglichkeiten, Zahlungs- und Lieferbedingungen. Es sollte ein gesundes Preis-Leistungsverhältnis angestrebt werden. Die Preispolitik umfasst an dieser Stelle nur absatzpolitische Aspekte, d.h. gemeint ist der Preis, den der Kunde im Geschäft bezahlt. Zur Preispolitik zählen auch Faktoren, wie der subjektive Wert des Produktes und die Herstellungskosten. Diese müssen berücksichtigt werden, um den optimalen Preis zu erzielen, der für das Unternehmen gewinnbringend ausfällt.

3.     Place (Distributionspolitik)

 
Nun sollte das Produkt über zielgruppenspezifische Vertriebskanäle laufen. Es wird festgelegt, wo das Produkt angeboten wird und welche Vertriebswege genutzt werden sollen. Hier wird zwischen direktem und indirektem Vertriebsweg unterschieden. Einem Unternehmen stehen in der Regel drei verschiedene Distributionswege zur Verfügung.

  • Der direkte Weg: Hierbei gibt es keine Zwischenhändler, was den Vorteil bringt, dass die Kunden stärker an das Unternehmen gebunden werden, außerdem Einsparungen bei den Kosten für Dritte in puncto Controlling und Management sowie mehr Eigenkontrolle. Der Nachteil besteht darin, dass erhöhte Kosten anfallen und es einer größeren Eigeninitiative bedarf, um den Endkunden zu erreichen.
  • Der indirekte Weg: Hierbei werden Zwischenhändler, wie beispielsweise Supermärkte, genutzt, um die Produkte dem Konsumenten anbieten zu können.
  • Der Weg über mehrere Kanäle: Bei dieser Form der Distribution kontrolliert der Hersteller einige Marketingkanäle selbst. Andere werden dem Zwischenhändler überlassen. Besonders durch die erweiterten Optionen, die das Internet bietet, wird dieser Weg zunehmend gewählt, da man effizient und direkt den Endkonsumenten erreichen kann und dennoch intermediäre Beziehungen zu Zwischenhändlern aufrechterhalten kann.

4.    Promotion (Kommunikationspolitik)

 
Hervorragend: Das Produkt existiert, hat seinen Preis und wird bereits vertrieben. Nun sollte im letzten Schritt dafür gesorgt werden, dass die Zielgruppe auch von dem Angebot erfährt. Promotion ist hier das Stichwort: Wenn der Kunde nichts über das Produkt weiß, oder dass es existiert, dann wird er es nicht kaufen. Es sind also Werbemaßnahmen nötig, um das Produkt populär zu machen. Neben der klassischen Werbung mit ihren zahlreichen Kanälen und Formen, geht es beim Punkt Kommunikationspolitik vor allem um verkaufsfördernde Maßnahmen. Hierbei kann das DPRG-Modell hilfreich sein: Es bietet ein ausgereiftes Framework, um interne und externe Kommunikationsziele zu definieren und unterscheidet zwischen operativen, taktischen und strategischen Zielen. Es gibt im Grunde fünf Arten von Kommunikationstools:

  1. Werbung
  2. Verkaufsförderung
  3. Public Relations
  4. Direktmarketing
  5. Persönlicher Verkauf

Weitere Kommunikationsklassifizierungen wären z.B. Sponsoring, Events und Messen. Besonders ein Messeauftritt eignet sich gut für die Promotion eines Startups sowie seiner Produkte und Dienstleistungen. Ein Messeauftritt ist aber vor allem für junge Unternehmen oft eine Herausforderung, da sie unter anderem mit großem organisatorischem Aufwand verbunden ist. Auch Mitarbeiter müssen entsprechend vorbereitet sein, um bei den Neukunden zu punkten. Für eine optimale Performance der Leistungen und Präsentation des Angebots empfiehlt sich moderne Technikausrüstung. Wer diese noch nicht hat oder unerfahren auf Messen ist, sollte sie besser mieten. Wer seine Messepräsenz mit einem altersschwachen Beamer des letzten Jahrhunderts unterstützt, hinterlässt kein gutes Bild von der Qualität und Aktualität des Unternehmens. Deshalb kann es sinnvoll sein, sich an eine Eventfirma zu wenden, welche technisches Equipment verleiht, um immer über die modernste Veranstaltungstechnik zu verfügen.

 

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