Digitale Werkzeuge für finanzielles Wachstum: Was Startups wissen sollten - STARTPLATZ

Digitale Werkzeuge für finanzielles Wachstum: Was Startups wissen sollten

14. November 2023, 10:16 :: Allgemein | Startups

Autor: Gastautor

Ausreichend liquide Mittel zur Verfügung zu haben, ist für Start-ups überlebenswichtig. Nicht selten führt vor der Gründung an Finanzierungsgesprächen mit Kreditinstituten kaum ein Weg vorbei. Doch auch dann, wenn die anfänglichen Investitionen stemmbar sind, benötigen junge Geschäftsbetriebe Lösungen, um das finanzielle Wachstum voranzutreiben. Hierbei stehen vor allem Tools digitaler Natur hoch im Kurs. Welche digitalen Werkzeuge gibt es und was ist bei deren Nutzung zu beachten? Dieser Beitrag gibt Gründern zu wirtschaftlichen Lösungsansätzen einen Überblick.

Durch den Handel mit Finanzprodukten ökonomisch auf dem Vormarsch

Um langfristig zahlungsfähig zu bleiben, sollte die wirtschaftliche Komponente bei jedem Start-up von Anfang mindestens so viel Aufmerksamkeit wie das Marketing erfahren. Einer der beliebtesten Lösungswege, um kurz-, mittel- oder langfristig Vermögensaufbau zu betreiben, ist das Trading. Hierbei kann mit unterschiedlichen Produkten an den Finanzmärkten gehandelt werden.

Dies können

  • ETFs
  • Aktien
  • Optionen
  • Devisen
  • Anleihen
  • Rohstoffe
  • Kryptowährungen

und viele andere Produkte wie Differenzkontrakte (CFDs) sein.

Das Trading hat mit seinen möglichen Wertsteigerungen und -verlusten eine hohe Volatilität, kann sich aber als äußerst profitabel erweisen. Für Unternehmen ist es eine ausgezeichnete Möglichkeit, auch in Zeiten wirtschaftlich zu wachsen, in denen Finanzpolster noch stark zugunsten anfänglicher Investitionen schmelzen. Wer mit dem Trading als Form des potenziellen Vermögensaufbaus liebäugelt, kann hier einige Plattformen vergleichen.

Welche Vorteile hat das Trading für Jungbetriebe?

Start-up-Unternehmer sind beruflich stark eingespannt und benötigen Lösungen, die flexibel nutzbar sind. Der Onlinehandel ist ein solches Tool. Er ermöglicht es, bei Bedarf auch zu nachtschlafener Zeit auf den Finanzmärkten aktiv zu sein und kann in vielen verschiedenen Währungen betrieben werden. Man benötigt noch nicht einmal einen Laptop – auch per Smartphone oder Tablet können hier kleine und große Wachstumspotenziale ausgeschöpft werden.

Nichtsdestotrotz ist das Trading wie viele andere Finanzprodukte grundlegend auch mit Risiken behaftet. So können sich nicht nur unabsehbare Verluste ergeben. Um planvoll vorzugehen, sollte Trading-Expertise vorhanden sein. Ist das (noch) nicht der Fall, kann dies für Firmenchefs in den Unternehmensanfängen zu einer zeitlichen Herausforderung werden.

Aufnahme eines Darlehens mit Trading kombinieren

Gerade in der Anfangsphase ist in viele Unternehmensbereiche Kapital zu investieren. Allein, es aufzubringen, fällt vielen Start-up-Gründern so schwer, dass die einzige Lösung ein Kredit scheint. Davon, obendrein noch Geld fürs Wachstum zur Seite zu legen, ist dann meist überhaupt nicht zu reden. Möglicherweise ist es eine Option, die aus einem Darlehen generierte Kreditsumme so zu budgetieren, dass ein Teil davon fürs Handeln genutzt werden kann. So ergibt sich zumindest die Chance, ein überdurchschnittlich hohes monetäres Wachstum zu erzielen – eines, das die zurückzuzahlenden Kreditraten und die dafür aufzubringenden Zinsen bei Weitem übersteigt. Aber auch hier sollte das grundsätzliche Risiko des Tradings immer im Hinterkopf bleiben.

Monetarisierung von Daten mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI)

Artificial Intelligence macht es möglich, Daten in finanzielle Mittel zu verwandeln. Diese Praxis wird bereits in Branchen wie dem Maschinenbau, bei der Beschaffung von Ersatzteilen und im Versicherungswesen genutzt. Auf welchen Wegen die Daten eingeholt werden, ist bei den betreffenden Firmen oft ein gut gehütetes Geheimnis. Was man aber weiß, ist, dass das Deep Learning hierbei eine große Rolle spielt. So lassen sich die gewonnenen Daten mithilfe von Künstlicher Intelligenz zu neuen Produkten verwandeln und in spezifische Angebote transformieren. Mit ihnen können außerdem neue Kundenkreise erschlossen werden. All diese Maßnahmen führen zu einem erhöhten Umsatz, der das finanzielle Wachstum stärkt. Die Datenmonetarisierung kann auf externen und internen Wege erfolgen.

Datenmonetarisierung außerhalb des Unternehmens

Ein Beispiel für eine Monetarisierung von Daten, die extern vollzogen wird, ist die Marktanalyse. Sie basiert auf einem Konglomerat aus Daten, die in einem Insight-Reporting geclustert werden. Die Rohdaten werden dabei in aller Regel von einem Unternehmen an eine weitere Firma verkauft. Bei diesem Geschäftsmodell spricht der Experte auch von „Insights as a service“. Daten, die aus Maschinen der Produktion stammen, können als sogenannte „Data as a product“ weiterveräußert werden.

Wichtig: Beim Verkauf von Daten an externe Partner dürfen die Bestimmungen der EU-Datenschutzgrundverordnung niemals außer Acht gelassen werden. Um Datenschutzrechte nicht zu verletzten, ist gegebenenfalls rechtlicher Rat einzuholen.

Interessant kann die Datenmonetarisierung als digitales Werkzeug für finanzielles Wachstum vor allem für Start-ups in bislang weitgehend unbesetzten Nischen sein. So können sie anderen Firmen mit wertvollen Insights exklusiv zur Seite stehen.

Crowdfunding – Feuertaufe für die Geschäftsidee

Vielen Unternehmen hat diese Art der Finanzierung in der Vergangenheit zu einem Kickstart und einem erfolgreichen Wachstum verholfen: Mit dem Crowdfunding können Unternehmensgründungen finanziert werden, die ohne das Investment nie das Licht der Welt erblickt hätten. Hierfür stehen verschiedene Plattformen zur Verfügung. Beim Crowdfunding werden Spenden gesammelt, mit denen die Zustimmung zum Vorhaben auf den Prüfstand gestellt werden. Kommen viele Spenden aus der Crowd zusammen, ist das für ambitionierte Start-ups ein gutes Zeichen. Dass das Geschäft ein voller Erfolg ist, lässt sich bereits am Interesse an der Crowdfunding-Kampagne auslesen. Dabei ist es nur folgerichtig, dass viele einstige Spender zu den ersten Kunden des neu gegründeten Geschäftsbetriebes werden.

Wer grundsätzlich etwas Startkapital zur Verfügung hat, um es für das Start-up einsetzen zu können, kann sich zunächst dafür entscheiden, online eine Crowdfunding-Kampagne zu starten. Der Sockelbetrag wird dann zurückgehalten und kann zu einem späteren Zeitpunkt zur Nachfinanzierung eingesetzt werden.

Umsatzsteuerpflicht beim Crowdfunding beachten

Da es sich bei den gespendeten Geldern um Einnahmen des Start-ups handelt, können darauf Steuern anfallen. Bislang ist die steuerrechtliche Gesetzgebung im Hinblick auf das Crowdfunding noch nicht vollständig ausgereift. Im Fokus einer solchen steuerrechtlichen Beurteilung steht, inwieweit für die erhaltenen Spenden eine Gegenleistung erbracht wird. Es ist dringend anzuraten, sich bei dieser Form der Weiterfinanzierung von einem Steuerberater Profi-Expertise einzuholen!

Accelerators unterstützen Start-ups bei der Skalierung

Accelerators – wachstumsbeschleunigende Programme – können von Jungunternehmen hervorragend für finanzielles Wachstum genutzt werden. Sie eignen sich, wenn ein Geschäftsbetrieb skalieren und dieses Vorhaben in sehr kurzer Zeit umsetzen möchte. Für das komplette Durchlaufen der Programme können Gründer mit einem Zeitraum von einem Vierteljahr bis zu einem halben Jahr rechnen. Accelerators unterstützen nicht nur bei der Größenveränderung, sondern greifen in vielen Fällen auch auf ein eigenes Netzwerk an möglichen Investoren zurück. Darüber hinaus bieten sie Zugang zu tiefgreifender Fachexpertise und stehen Jungbetrieben mit einem maßgeschneiderten Mentoring zur Seite.

Ein großer Vorteil hierbei ist, dass das Zeitraster von vornherein abgesteckt und im Resultat ein schnelles Wachstum zu erwarten ist. Mit dem damit verbundenen wirtschaftlichen Aspekt lässt es sich im Großen und Ganzen planen. Accelerator-Programme eignen sich beispielsweise für Start-ups, die bislang noch tief in der Prototypen-Entwicklung steckten und für den nächsten Schritt bereit sind.


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