Gut gewürzt ist halb gewonnen: Just Spices beim StartupGrind Düsseldorf #7 - STARTPLATZ

Gut gewürzt ist halb gewonnen: Just Spices beim StartupGrind Düsseldorf #7

18. Mai 2018, 23:10 :: Erfolgsgeschichten | Gastbeitrag | Veranstaltungen

Autor: Olga Rube

Wo entstehen die besten Ideen? Offenbar im Keller. Dort jedenfalls begann die außergewöhnliche Geschichte des Düsseldorfer Startups Just Spices und damit eine neue Ära im angestaubten Gewürzmarkt. Zu Besuch bei einem der bekanntesten Startups in Deutschland durften wir beim Startup Grind Düsseldorf #7 inmitten eines vielfältigen Gewürzareals einer ganz besonderen Erfolgsgeschichte lauschen und Co-Founder Florian Falk mit Fragen löchern. Von der Vision, faden Gewürzen neues Leben einzuhauchen zu individualisierten Gewürzmischungen, die heute als Markenzeichen gelten.

„Ein Unternehmer muss persönlich genauso schnell wachsen wie das Unternehmen selbst.“ Florian Falk

Wie alles begann

Die Wege von Florian Falk, Ole Strohschnieder und Béla Seebach – drei International Management Studenten, die sich unterschiedlicher kaum sein könnten – kreuzten sich erstmals an der ISM In Dortmund. Eine schicksalhafte Begegnung, wie sich später herausstellen sollte, die 2012 zu der Gründung von Just Spices führte. Mit einer Idee bei einem Kochabend fing alles an. Kurz darauf machten sich die drei Freunde im Keller von Falks Eltern daran, mit ihren eigenen Gewürzen zu experimentieren und diese in Dosen abzufüllen, ohne zu ahnen, dass ihre Geschäftsidee viral gehen und sogar international Anklang finden würde. So nahm die würzige Reise ihren Lauf. Heute verfügt das 90-köpfige Team des Düsseldorfer Startups über 140 verschiedene Gewürzmischungen in ihrem Gewürzportfolio – frei von Zusatzstoffen und Geschmacksverstärkern versteht sich. Außerdem über eine große Produktionsstätte in Düsseldorf Herdt mit drei Maschinenbauern.

Die Mischung macht’s

Aus den unterschiedlichsten Ecken Deutschlands zogen die drei Freunde schließlich zusammen in eine Männer WG. Wenig verwunderlich, dass das Inventar an Gewürzen da eher spärlich bemessen war – über Salz und Pfeffer ging es kaum hinaus. An Gewürzen im Supermarkt fehlte es zwar nicht und die Gewürzschublade bei Oma gab auch einiges her. Dennoch vermissten die drei Feinschmecker eine gewisse Individualität im Gewürzregal. Ausgestattet mit dem nötigen Gründer-Spirit, überlegten sich die drei Freunde, wie man es schaffen könnte, Gewürzen einen eigenen Charakter zu verleihen und machten sich kurzerhand an die Arbeit. Ob die Jungs einfach irgendwann angefangen haben, zu mischen? So ähnlich.

„Wir waren anfangs pleite und haben uns dementsprechend zunächst bei Tedi mit Gewürzmühlen eingedeckt, um unsere Würzmischungen abzufüllen.“

Mit 10.000 Euro gestartet, ging es dann aber in Rekordgeschwindigkeit auf den milliardenschweren Markt zu, der zu der Zeit quasi von einem einzigen Monopolisten beherrscht wurde.

„Man wird von vielen Seiten erstmal für verrückt erklärt und bekommt Dinge zu hören wie: Gewürze gibt’s doch schon. Was willst du da anders machen?“

 

Im Fireside-Chat mit Florian Falk
 

Vom klassischen B2B-Vertrieb in den Supermarkt

Schnell wurde klar, dass eine Internetseite als Sales-Channel her musste, um die Gewürze online zu vertreiben. Im ersten Jahr wurde der Vertrieb primär bei Großkunden in Restaurants, Hotels und Kochschulen gemacht. Oldschool-mäßig hieß es für die drei Gründer zunächst zum Telefonhörer zu greifen, um die Gewürzmischungen zu verkaufen. Kurze Zeit später hatten die Jungs prompt den ersten Kunden an der Angel: In einem 15-minütigen Pitch beim gegenüberliegenden Restaurant Gingerboy konnte Falk punkten und 250 Gewürzmühlen vertreiben – der erste große Erfolg. Von 10.000 € schnellte der Umsatz im ersten Jahr auf stolze 120.000 €. Der Proof of Concept war damit gesetzt. 2014 ging es auf „Gewürzreise um die Welt“, um globale Inspirationen zu sammeln und die besten Gewürzmischungen der Welt zu finden. Das einprägsame Design der Gewürzverpackungen? Gesichter, die zu den Würzmischungen passen und ihnen den einzigartigen Charakter geben. 2016 wagte das Team den Schritt in die USA und schaffte damit den Absprung. Die personalisierten Gewürzboxen gelten heute als Markenzeichen und sind in einer Vielzahl an Supermärkten erhältlich.

„Viele sagen, man braucht einfach viel Glück. Aber was ist denn eigentlich Glück? Glück kann nur da entstehen, wo man es dementsprechend auch forciert.”

 

Eine Auswahl an Gewürzmischungen von Just Spices beim Startup Grind Düsseldorf #7
 

 Du hast den Startup Grind Düsseldorf mit Just Spices verpasst? Im Live-Stream kannst du dir den Fireside Chat mit Florian Falk nachträglich anschauen! Der Startup Grind CGN #18 mit Daniel Attallah von Pixum/Diginet GmbH findet am 14. Juni statt! Don’t miss it!

Jetzt im Livestream: Florian Falk von Just Spices!

Gepostet von Startup Grind Düsseldorf am Dienstag, 17. April 2018



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