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- Remote per zoom call,
- Jakow Smirin, Lukas Stratmann
CROWDWEEKS Interview #1: ARYA
Inhalt
Weltweit leiden über 350 Millionen an Depressionen und längst haben auch die Weltgesundheitsorganisation und die Weltbank bestätigt, dass die Depression die weltweit größte und am meisten unterschätzte Volkskrankheit ist. Kristina Wilms, die selbst mit einer Depression lebt, hat ARYA Ende 2013 ins Leben gerufen. ARYA ist eine professionelle App, die es Patienten ermöglicht immer und überall, sicher und diskret ihre Verhaltensmuster festzuhalten und zu reflektieren. 2014 startete ARYA eine Crowdfunding-Kampagne in Deutschland mit dem Ziel Gelder zu akquirieren um die Entwicklung der Software abzuschießen. Darüberhinaus sollte ein Zeichen gegen die Stigmatisierung von Depression gesetzt werden.
Hallo Kristina!
1. Erzähl uns doch kurz etwas über dich und dein Startup:
Ich bin Gründerin und Geschäftsführerin bei Arya mHealth. Wir entwickeln Software, um Menschen mit Depressionen im Alltag und während der Therapie zu unterstützen.
- Crowdbuilding ist enorm wichtig und etwas, mit dem man nicht früh genug anfangen kann. Was sind deine Tipps zum erfolgreichen Aufbau einer Crowd? Wie hast du es geschafft, deine Crowd aufzubauen?
Ich habe mich zunächst gefragt, wer meine Crowd sein soll. Habe mir eine Art Landkarte gemalt und angefangen Kontakte in dem Bereich zu knüpfen. Habe mir überlegt wie ich „meine“ Menschen am besten erreichen kann und darauf hingearbeitet.
- Wie bist du auf das Thema Crowdfunding-Projekte (oder ggf. auch Crowdinvesting) gekommen?
Crowdfunding war mir schon immer ein Begriff und es passte zum damaligen Zeitpunkt einfach gut.
- Welche Vorteile siehst du in Crowdfunding-Projekten?
Durch Crowdfunding lassen sich Projekte in einem sehr frühen Stadium validieren, weil man Menschen von der Idee/dem Produkt überzeugen muss, bevor es etwas „zum Anfassen“ gibt.
- Warum habt ihr euch letztendlich für ein Crowdfunding-Projekt statt Crowdinvesting-Projekt entschieden?
Für uns war Crowdinvesting damals keine Option, weil unser Projekt viel zu jung war.
- Welche Erfolgsfaktoren zeichnen deiner Meinung nach eine gute Crowdfunding/-Investing Kampagne aus?
Wichtig ist zu Beginn einen perfide genauen Projektplan zu haben und diesen während der Kampagne nur noch „aktivieren“ zu müssen (haben wir nicht so gemacht J).
Die konkreten Erfolgsfaktoren bestimmt man dann ja selbst: Es ist wichtig, dass man im Voraus Klarheit darüber hat, warum und wozu man die Kampagne durchführt – so kann man zielgerichteter arbeiten und alle Aktivitäten auf diese Ziele abstimmen.
- Welche Projekte eigenen sich besonders für Crowdfunding bzw. Crowdinvesting?
Schwer zu sagen. Normalerweise heißt es, dass sich konkrete Dinge (Bücher, Möbel..) besser eignen. Allerdings habe ich auch schon sehr erfolgreiche Software-Kampagnen gesehen. Es kommt wahrscheinlich auch stark darauf an, wie groß der emotionale Nutzen ist/ wie dieser dargestellt wird.
- Wie siehst du die Chancen von Crowdfunding bzw. Crowdinvesting als etablierte Finanzierungsalternative in der Zukunft?
Das hängt sehr stark von dem Produkt ab, denke ich. Für manche Branchen macht es durchaus Sinn sich über Schwarmfinanzierung zu finanzieren und kann als Alternative genutzt werden.
Vielen Dank für deine Antworten, Kristina!
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